27.03.26 | Kultur Ein Tal als Ideenlabor für die Zukunft
LWL-Freilichtmuseum Hagen plant große Sonderausstellung "Naturgewalten"
Kilmafolgen konkret - Das Mäckingerbachtal im Jahr 2021 nach den Trockensommern.
Bild: Torsten Silz
"Mit der Ausstellung 'Naturgewalten' greifen wir eines der zentralen Themen unserer Zeit auf. Sie verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten, alltagsnahen Lösungen und zeigt, was jede und jeder Einzelne zur Klimaanpassung beitragen kann", sagte Dr. Georg Lunemann, der Direktor des LWL.
Die Ausstellung verwandelt das Mäckingerbachtal in ein lebendiges Zukunftslabor. Ausgangspunkt sind die spürbaren Folgen des Klimawandels in Westfalen - von Wetterextremen bis hin zu Hochwasserereignissen. "Naturgewalten" zeigt konkrete Lösungsansätze für den Umgang mit diesen Herausforderungen und verbindet dabei Themen aus Gesellschaft, Technik und Handwerk. "Das LWL-Freilichtmuseum Hagen wird damit zu einem wichtigen Ort des Dialogs und der gemeinsamen Zukunftsgestaltung. Vieles, was für die Ausstellung entwickelt wird, bleibt und wird das Museum zukunftssicher machen", so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.
Im Fokus stehen Fragen wie: Welche Rolle spielen Wind- und Wasserkraft künftig? Wie können wir Energie nachhaltig erzeugen und nutzen? Die Ausstellung beleuchtet sowohl historische Entwicklungen als auch innovative Zukunftskonzepte - von der "Sponge City" über Permakultur bis hin zu intelligenten Stromnetzen. Sie nutzt konsequent die Vorteile eines Freilichtmuseums: Die Themen werden anschaulich im Gelände erfahrbar. Der Energiehunger des fossilen Zeitalters ist im Museum seit seiner Gründung sichtbar. Vor diesem Hintergrund diskutiert die Ausstellung die Gegenwart und Zukunft der nachhaltigen Energieerzeugung mit Wind und Wasser. Auf den Außenflächen präsentiert das Museum Themen wie Wasserregulierung und Wasserkreisläufe oder auch Hitzeprävention im städtischen Umfeld. Im Sonderausstellungsgebäude finden sich Beispiele für eine intelligente Anpassung an die globale Herausforderung in den Dimensionen von Ökologie, Ökonomie und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Beteiligung erwünscht
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der aktiven Einbindung der Öffentlichkeit. In Werkstattformaten und Veranstaltungskooperationen werden Besucherinnen und Besucher sowie regionale Akteure eingeladen, eigene Ideen zu entwickeln und Lösungsansätze zu diskutieren. Ziel ist es, gemeinsam Wege in eine klimaresiliente Zukunft zu gestalten.
Mit "Naturgewalten" positioniert sich das LWL-Freilichtmuseum Hagen als Ort des Dialogs, der Innovation und des praktischen Austauschs - für die Region und weit darüber hinaus.
Pressekontakt
Markus Fischer, Telefon: 0251 591 235 und Marie Hangebrauck, Telefon: 02331 7807113
LWL-Freilichtmuseum Hagen
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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