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26.03.26 | Psychiatrie Warum der Waldspaziergang zu Ostern Wunder wirkt

Achtung Redaktionen -  Wir vermitteln Wildnispädagoge Stefan Alberts als Interviewgast

"Nach einer halben Stunde im Wald sinkt das Stresslevel um die Hälfte", sagt Stefan Alberts, Fachkrankenpfleger und Wildnispädagoge in der LWL-Klinik Hemer. <br>Foto: LWL/GUCC

"Nach einer halben Stunde im Wald sinkt das Stresslevel um die Hälfte", sagt Stefan Alberts, Fachkrankenpfleger und Wildnispädagoge in der LWL-Klinik Hemer.
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Hemer (lwl). Viele Familien nutzen die Osterzeit jetzt, um ins Grüne zu gehen. Das tut nicht nur gut, sondern aktiviert nachweislich neue Kraftreserven für Körper und Psyche. In Zeiten, in denen Menschen zunehmend gestresst sind und immer mehr psychische Erkrankungen erleiden, kann der Wald helfen. Das weiß Wildnispädagoge Stefan Alberts aus der Klinik Hemer des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und bietet den Patientinnen und Patienten eine Therapie im Wald an.

"Im Wald haben die Leute Grübelpause", sagt Alberts. Der Cortisolspiegel sinkt im Wald nachweislich - oft schon nach kurzer Zeit. Stress lässt nach, der Kopf wird klarer, der Körper kommt zur Ruhe. Genau hier setzt Wildnispädagoge Stefan Alberts an: Er bringt Menschen bewusst raus aus geschlossenen Therapieräumen und hinein in den Wald. "Die Wirkung ist live spürbar. Wir wissen, dass das Stresslevel im Wald nach einer halben Stunde bis Stunde um die Hälfte sinkt", erklärt er.

Stefan Alberts ist Fachkrankenpfleger für Psychiatrie und Wildnispädagoge. An der LWL-Klinik in Hemer arbeitet er mit Menschen, die u.a. unter Depressionen, Angst- oder Suchterkrankungen leiden und stationär behandelt werden. Mit den Patient:innen unternimmt Stefan Alberts Spaziergänge durch den Buchenwald und lässt sie dort Achtsamkeitsübungen ausprobieren. Beispielsweise werden sie mit verbundenen Augen um die Bäume herumgeführt. Dadurch wird das Vertrauen in andere gestärkt und die Konzentration auf die Gegenwart gelenkt.

In unmittelbarer Nähe der Klinik hat Stefan Alberts zudem ein Wald-Camp gebaut, in dem sich die Patientinnen und Patienten handwerklich ausprobieren und neben dem Behandlungsplan praktische Ablenkung finden können. "Wir sind Lebewesen, die eigentlich in der Natur leben sollten. Der Wald vermittelt uns Freiheit und Frieden. Diese Grundstimmung, die kann man in geschlossenen Räumen nicht erreichen. Die gibt's nur im Wald", sagt Alberts.

Hintergrund
Die LWL-Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Hemer liegt inmitten großer Waldzüge des Landschaftsschutzgebietes Märkischer Kreis. Sie deckt mit ihren Angeboten das gesamte Spektrum psychiatrischer Diagnostik und Therapie ab. Der Wald aber ist hier ein ganz spezieller Therapieort: Der Ärztliche Direktor der LWL-Klinik Hemer, Dr. Patrick Debbelt, sagt: "Der Wald hat sehr positive Wirkungen auf unsere Patientinnen und Patienten. Das ist wissenschaftlich nachgewiesen. Die LWL-Klinik Hemer hat sich deshalb die Vorteile ihrer grünen Umgebung zunutze gemacht und verbindet Achtsamkeitstraining in der Natur mit Bewegung."

Achtung Redaktionen
Wir bieten Ihnen Wildnispädagoge Stefan Alberts als Interviewgast an. Für Talksendungen, (Live-)Schalten oder Studioauftritte steht Stefan Alberts flexibel zur Verfügung. Er lebt und arbeitet in Hemer (Sauerland). Seine Aussagen sind humorvoll, verständlich, praxisnah und direkt auf die Zuschauer:innen übertragbar.

Pressekontakt

Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

LWL-Klinik Hemer

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58675 Hemer Karte und Routenplaner

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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