26.03.26 | Psychiatrie Perfekt ist nicht gut genug?
Wenn Selbstoptimierung bei Jugendlichen zur Last wird
In der aktuellen Folge des Podcasts "Seelenstruggle" geht es um das Thema Selbstoptimierung bei Kindern und Jugendlichen.
Hamm (lwl). Ein makelloser Körper, die perfekte Karriere, der ideale Lifestyle - soziale Medien vermitteln täglich eine unerreichbare Perfektion. Doch was passiert, wenn der ständige Wunsch nach Selbstoptimierung bei Kindern und Jugendlichen in krankmachenden Druck umschlägt? Dieser Frage widmet sich die aktuelle Folge des Podcasts "Seelenstruggle" der LWL-Universitätsklinik Hamm im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).
In der neuen Episode, die ab Donnerstag (26.3.) auf allen gängigen Streaming-Plattformen sowie auf der Klinik-Webseite (https://www.lwl-uk-hamm.de) verfügbar ist, kommen Betroffene selbst zu Wort. Die Jugendlichen Mila und Stella (Namen geändert) berichten über ihre Erfahrungen mit dem ständigen Vergleichen und dem Drang, immer mehr erreichen zu müssen. Sie schildern eindrücklich, wie dieser Perfektionismus sie zunehmend verunsicherte und schließlich psychisch belastete.
Ergänzt wird der persönliche Rückblick durch die fachliche Einordnung von Tanja Krabbe. Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin der LWL-Uniklinik in Hamm erklärt, warum Selbstoptimierung in der Therapie ein wiederkehrendes Thema ist. "Ein gesunder Wunsch nach Selbstentwicklung fördert Zufriedenheit und Erfolg. Doch wie so oft im Leben gilt: Extreme Positionen schaden sowohl einem selbst als auch dem sozialen Umfeld", betont Krabbe. Die erfahrene Therapeutin zeigt auf, wo die Grenze zwischen gesunder persönlicher Weiterentwicklung und schädlichem Optimierungswahn verläuft.
Pressekontakt
Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
LWL-Universitätsklinik für Kinder und Jugendliche Hamm
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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