25.03.26 | Kultur Vom Kohleberg zum Urwald
Industrienatur-Führungen auf der Zeche Zollern
Früher Halde, heute Naturschutzgebiet: Direkt neben der Zeche Zollern beginnt dieses besondere Ökosystem.
Foto: LWL/ Annette Hudemann
Ob fleißige Biene oder geschickter Wasserläufer: Am Samstag (28.3.) um 12 Uhr geht es in einer offenen Führung durch die Sonderausstellung "Industrie-Insekten - In einem unbekannten Land" um die zahlreichen Überlebenskünstler, die auf Industriebrachen eine neue Heimat gefunden haben. Mit großformatigen Fotografien kommt die Ausstellung den faszinierenden Insekten außergewöhnlich nahe.
Passend zur Sonderausstellung erkundet um 14 Uhr eine Erlebnisführung die ehemalige Halde der Zeche Zollern. Dort, wo sich früher Gesteinsmassen und Kohleberge auftürmten, ist ein wilder, urwaldartiger Pionierwald gewachsen. Bei dem Rundgang über das etwa 15 Meter hohe, zum Teil mit Treppen ausgestattete Landschaftsbauwerk erfahren Teilnehmende mehr über die Tier- und Pflanzenwelt sowie den Wandel der Bergbaulandschaft. Die Führung startet am Museumsfoyer, festes Schuhwerk wird empfohlen.
Am Sonntag (29.3.) widmen sich zwei offene Führungen der Geschichte der Zeche Zollern. Um 14 Uhr beginnt eine offene Führung durch die Maschinenhalle. Der Rundgang stellt die außergewöhnliche Architektur des Gebäudes und die technischen Besonderheiten der historischen Maschinen in den Mittelpunkt. Um 15 Uhr findet eine offene Führung über die Tagesanlagen des einstigen Steinkohlebergwerks statt, die Einblicke in die technischen Abläufe gibt und vom Leben der Bergleute und ihrer Familien erzählt.
An beiden Tagen öffnet zudem die Untertagewelt "Montanium" um 11.30 Uhr und 13 Uhr. Bei der Führung durch den nachgebauten Streckenabschnitt erleben Besucherinnen und Besucher an interaktiven Stationen den Arbeitsalltag in einem Steinkohlebergwerk. Kinder dürfen ab sechs Jahren teilnehmen. Erwachsene zahlen zusätzlich zum regulären Museumseintritt einen Beitrag von 2 Euro.
Pressekontakt
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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