16.03.26 | Kultur Labor für sensorische Annehmlichkeiten e.V. aus Dortmund erhält den LWL-Crossoverpreis 2026
Transnationale Ensemble Labsa in der Performance NICE TEXTURE im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern im Rahmen des Projekts "Folklore, die es nicht gab".
c LABSA
Foto: Cyril So Nde & Audrey Ndjeng
Seit seiner Gründung im Jahr 2008 verfolge LABSA das Ziel, durch interdisziplinäre künstlerische Projekte einen Raum für kreativen Austausch zu schaffen, wobei ein besonderes Augenmerk auf individuell-biografische Perspektiven und Migrationsgeschichte(n) gelegt werde, heißt es in einer Selbstbeschreibung des Vereins. LABSA öffne regelmäßig seine Türen für alle Interessierten - ob professionell, autodidaktisch, einfach neugierig, neu in der Stadt oder seit Jahren aktiv. So fördere der Verein eine inklusive, unplanbare Arbeitsweise. Projekte entständen häufig in Zusammenarbeit mit internationalen Partner:innen und reflektieren eine Vielzahl von kulturellen und sozialen Perspektiven.
Laut Jury sprenge LABSA durch seinen multisensorischen Ansatz die Grenzen traditioneller Kunstformen und ermögliche neue Formen der Kunstvermittlung. Der Verein leiste zudem einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, indem er den Dialog zwischen unterschiedlichen kulturellen Perspektiven fördere und auf diese Weise zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts beitrage. "Der interdisziplinäre Ansatz von LABSA ist mit Blick auf seine Durchlässigkeit und Flexibilität ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Umsetzung des Crossover-Gedankens. Diese Haltung prägt den Verein seit seiner Gründung und wurde kontinuierlich weiterentwickelt - so konsequent, dass LABSA überregional eine Vorreiterrolle einnimmt, die durch den LWL-Crossoverpreis zusätzlich gestärkt werden soll", so die Jury weiter.
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger: "Der LWL-Crossoverpreis nimmt den Bereich der interdisziplinären Künste in den Fokus, der bis zur Neukonzeption unserer LWL-Kulturpreise noch nicht berücksichtigt war. Wir freuen uns sehr, dass diese Lücke nun geschlossen ist und wir mit der erstmaligen Vergabe des LWL-Crossoverpreises die multiperspektivische künstlerische Arbeit des Vereins LABSA würdigen können. Mit dem Preis machen wir künstlerisches Schaffen sichtbar, das außerhalb etablierter Kategorien ansetzt. Wir lenken den Blick auf neue Räume, andere Perspektiven und innovative Ansätze, die unser kulturelles Leben bereichern und weiterentwickeln."
Das Auswahlgremium für den LWL-Crossoverpreis setzte sich aus folgenden Fachleuten zusammen:
Elikem Anyigba, Juryvorsitz (Theater- und Filmemacher, Projektleitung vier.zentrale des Theaters an der Ruhr, Mülheim an der Ruhr)
Eva Busch (Kuratorin und stellvertretende Direktorin am Kunstmuseum Bochum)
Dodzi Dougban (Tanzkünstler, Choreograf, Schauspieler, Dozent für nonverbale Kommunikation, Recklinghausen)
Daniel Neugebauer (Kurator am Haus der Kulturen der Welt, Berlin)
Theresa Roessler (Direktorin des Westfälischen Kunstvereins, Münster)
Dr. Mirijam Streibl (Musikwissenschaftlerin, Philosophin und Soundkünstlerin, Münster/Wien)
Hintergrund
Internet: https://www.labsa.de/labsa/
LWL-Kulturpreise
Der LWL vergibt traditionell renommierte Auszeichnungspreise in den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Neue Musik und landeskundliche Forschung. Im Jahr 2022 erfolgte eine Neuausrichtung der Konzepte und die Einführung des LWL-Crossoverpreises für interdisziplinäre Künste und des LWL-Innovationspreises für künstlerischen Nachwuchs in den Sparten Bildende Kunst, Literatur und Musik. Mit Folgeveranstaltungen in der Region geben die jeweiligen Preisträger:innen mit Kulturereignissen künstlerische Impulse in und für Westfalen-Lippe.
Der mit 35.000 Euro dotierte LWL-Crossoverpreis wird von einer Fachjury im fünfjährigen Turnus zuerkannt. Die Auszeichnung wird sowohl an Einzelpersonen als auch an Initiativen oder Vereine für besonders herausragende Leistungen auf dem Gebiet der interdisziplinären Künste, die verschiedene Sparten oder Ausdrucksformen miteinander vereinen, vergeben. Er ist nicht auf ein bestimmtes Genre festgelegt, sondern es sollen künstlerische Grenzgänge ausgezeichnet werden.
Internet: https://www.lwl-kultur.de/de/kulturpreise/
Transnationale Ensemble Labsa in der Performance NICE TEXTURE im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern im Rahmen des Projekts "Folklore, die es nicht gab".
c LABSA
Foto: Cyril So Nde & Audrey Ndjeng
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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