Transkript anzeigen Abspielen Pausieren

16.03.26 | Kultur Der größte Ammonit der Welt heißt jetzt "Seppi"

Publikum wählt Namen für Exponat im LWL-Museum für Naturkunde

Der Riesenammonit Parapuzosia seppenradensis hat nun seinen Spitznamen "Seppi" erhalten. <br>Foto: LWL/Steinweg

Der Riesenammonit Parapuzosia seppenradensis hat nun seinen Spitznamen "Seppi" erhalten.
Foto: LWL/Steinweg
Nutzungsrechte und Download Zu weiteren Bildern

Münster/Seppenrade (lwl). Der weltweit größte Ammonit und Wahrzeichen des LWL-Museums für Naturkunde in Münster trägt ab sofort den Spitznamen "Seppi". Das hat eine öffentliche Namensabstimmung ergeben, die das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) organisiert hatte. Das Votum war eindeutig: 276 von 454 Menschen (61 Prozent) stimmten online, per E-Mail oder direkt vor Ort im Museum für den neuen Namen. Der versteinerte ehemalige Meeresbewohner wiegt rund 3,5 Tonnen und ist 1,75 Meter groß.

Der Name "Seppi" erinnert an den Fundort Seppenrade in Lüdinghausen (Kreis Coesfeld), an dem der berühmte Riesenammonit entdeckt wurde. "Zugleich verleiht der Name dem etwa 80 Millionen Jahre alten Fossil eine persönliche und nahbare Note", meint Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Ole Kriegs. "Wir bedanken uns bei allen, die sich an der Namenssuche beteiligt und die Wahl mit großem Interesse begleitet haben."

Der Ammonit gehört zur Art "Parapuzosia seppenradensis" und lebte in den Meeren der Späten Kreide, die weite Teile des heutigen Westfalens bedeckten. Sein spiralförmiges Gehäuse war in Kammern unterteilt, die unter anderem mit Gas gefüllt waren und dem Tier Auftrieb im Wasser ermöglichten. Fortbewegt hat sich der Ammonit nach dem Rückstoßprinzip.

Ab dem 10. Juli ist "Seppi" in der neuen Sonderausstellung "Überleben zwischen Dinos und Schuppenbäumen" im LWL-Museum für Naturkunde zu sehen. Dort wird der Riesenammonit in einer lebensechten Rekonstruktion auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse präsentiert. Zusätzlich wird er auch im "digitalen Aquarium" des Museums durch die Kreidezeit-Meere schwimmen.

Ausstellung: ab 10. Juli, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag (und feiertags) 9 bis 18 Uhr

Das Publikum hat einen Namen gewählt für das seit mehr als 130 Jahren prägende Museumsobjekt des Riesenammoniten. <br>Foto: LWL/Steinweg

Das Publikum hat einen Namen gewählt für das seit mehr als 130 Jahren prägende Museumsobjekt des Riesenammoniten.
Foto: LWL/Steinweg

Pressekontakt

Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

LWL-Museum für Naturkunde

Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium
Sentruper Str. 285
48161 Münster Karte und Routenplaner

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

Zu allen Pressemitteilungen des LWL Zu allen Pressemitteilungen dieser LWL-Einrichtung