16.03.26 | Kultur "Weg der Kohle" - LWL-Museum Zeche Hannover startet mit neuer Sonderausstellung in die Saison
Khalil Noé Döring in der Ausstellung ,,Weg der Kohle" im LWL-Museum Zeche Hannover.
Foto: LWL / Philipp Harms
Die Ausstellung wird am Freitag (20.3.) um 18 Uhr durch Eva Irrgang, die Vorsitzende der LWL-Landschaftsversammlung, eröffnet und läuft bis zum 25. Oktober. Gäste sind willkommen. Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ist ab Samstag (21.3.) wieder regulär zu diesen Zeiten geöffnet: Mittwoch bis Samstag 14 bis 18 Uhr, an Sonn- und Feiertage 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Weg der Kohle
Dörings Fotografien entstanden auf einer dokumentarischen Reise entlang der letzten Etappen des Kohletransports nach Europa. Trotz des offiziellen Kohleausstiegs wird Kohle weiterhin für die Produktion von Strom und Stahl benötigt und aus Ländern wie den USA, Australien oder Kolumbien importiert. Der Fotograf begleitete diesen Weg mit seiner Kamera und richtete den Blick besonders auf die Menschen, deren Arbeit mit der Kohle verbunden ist.
Für seine Arbeit besuchte der Fotograf unter anderem die Kohlelager im Europoort im niederländischen Rotterdam. Von dort aus reiste er auf einem Kohle- und Erzfrachter über Waal und Rhein bis nach Duisburg. Anschließend erhielt er Einblicke hinter die Kulissen der Industrieanlagen - von der Kokerei über den Hochofen bis zum Stahlwerk.
Die großformatigen Fotografien vermitteln einen Eindruck von der Wucht der industriellen Orte und lassen zugleich die Arbeitswelten der Menschen sichtbar werden, die entlang der Lieferkette tätig sind. Leben und Arbeit verschmelzen dabei auf dem "Weg der Kohle" - sowohl für die Arbeiter:innen als auch für den Fotografen selbst.
Die Ausstellung war zuvor im LWL-Museum Zeche Nachtigall in Witten zu sehen und tritt nun im Malakowturm der Zeche Hannover in einen Dialog mit der historischen Architektur des Ortes. Besucher:innen können dabei auch Details entdecken, in denen sich Formen und Farben der Fotografien in der Architektur des Turms wiederfinden.
Hinweis: Die Galerie des Malakowturmes ist nicht barrierefrei zugänglich. Auf der unteren Ebene ermöglicht ein Video einen virtuellen Rundgang durch die Ausstellung.
Zeche Knirps und Erlebnisführungen
Neben dem Museum lädt auch das Kinderbergwerk wieder ab Samstag (21.3.) zum freien Spielen ein: Auf der "Zeche Knirps" können junge Besucher:innen wieder an den Wochenenden selbst zu Bergleuten werden und den Betriebsablauf einer Zeche unter- und über Tage spielerisch kennenlernen. Geöffnet samstags von 14 bis 18 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr.
Neu ist in dieser Saison, dass die beliebten "Erlebnisführungen" mit Vorführung der Dampffördermaschine außer sonntags um 12 und 15 Uhr zusätzlich an jedem dritten Samstag im Monat um 15 Uhr angeboten werden. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Pressekontakt
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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