09.03.26 | Kultur Wenn die Funken sprühen
Handwerk, Musik und Esskultur im LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne
In der Schau-Schmiede können Besuchende Kulturvermittler und Schmied Timo Reichelt über die Schulter schauen.
Foto: LWL/ P. Schmidt-Jülich
Wie hörte sich die Musik der Neandertaler an? Was steckt hinter der Kunstfertigkeit eines Kettenhemds? Und wie fühlt es sich an, den Spuren längst vergangener Kulturen in einer Ausgrabung zu folgen? Das erleben Besuchende am dritten Sonntag im März im Museum in Herne.
Mit Hammer und Amboss, umgeben von sprühenden Funken, erschafft der Schmied und Kulturvermittler Timo Reichelt von 12 bis 17 Uhr Haken, Schwerter und filigrane Kettenglieder. Während der Schmiede-Vorführung können Interessierte den traditionellen Handwerkstechniken lauschen, direkt ins Gespräch mit Timo kommen und Fragen zu seinem Handwerk stellen. Die Teilnahme ist kostenfrei und findet im Innenhof des Museums statt.
Auch die öffentliche Führung "gesucht. gefunden. ausgegraben." durch die Dauerausstellung steht am Sonntag (15.3.) um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise der in Mitteleuropa einmalige Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum.
Um 14 Uhr geht es "Mit dem Spielmann durch die Zeiten". Abenteuerliche und amüsante Geschichten, die sich um die Vergangenheit Westfalens und ihre archäologischen Funde ranken, bilden den Inhalt der musikalischen Führung mit Spielmann Michel. Der zeitreisende Musikus geht mit Liedern, Texten und Klangbeispielen den Fragen nach: Wie klang die Musik der Neandertaler und wieso geht die Musik von Carlos Santana auf das Alte Griechenland zurück?
Um 15 Uhr erwartet Besuchende des LWL-Museums die öffentliche Führung "Mahlzeit" durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur?
Allgemeine Informationen zum Museumsbesuch
Die öffentlichen Führungen sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei. Mehr Informationen finden Sie hier.
Der Tag im Überblick
Sonntag, 15.3.
"Schau-Schmiede" - Schmiede-Vorführung mit Museumsschmied Timo, 12-17 Uhr
"gesucht. gefunden. ausgegraben." - Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung, 13 Uhr
"Mit dem Spielmann durch die Zeiten" - Musikalische Führung durch die Dauerausstellung, 14 Uhr
"Mahlzeit" - Öffentliche Führung durch die gleichnamige Sonderausstellung, 15 Uhr
Mehr Infos: http://www.lwl-landesmuseum-herne.de
LWL-Museum für Archäologie und Kultur, Europaplatz 1, 44623 Herne, Tel. 02323 94628-0
Haken, Schwerter und filigrane Kettenglieder formt Schmied Timo Reichelt am Wochenende im LWL-MAK in Herne.
Foto: LWL
Kulturvermittler Timo Reichelt lässt in seiner Schau-Schmiede die Funken sprühen.
Foto: LWL
Am Wochenende erfahren Besuchende alles rund ums Schmieden.
Foto: LWL
Auf eine musikalische Spezialführung-Führung durch die Dauerausstellung des LWL-MAK geht es mit dem Spielmann Michel.
LWL/ M. Völkel
Pressekontakt
Dr. Carolin Steimer, Tel.: 0251 591-3504 und Frank Tafertshofer, Tel.: 0251 591-235
LWL-Museum für Archäologie und Kultur Herne
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Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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