05.03.26 | Jugend und Schule "Es war unglaublich schön, die Entwicklung der Kinder begleitet zu haben"
Rebecca Greiwe absolvierte ein Freiwilliges Soziales Jahr an der Regenbogenschule Münster
Hat ihr FSJ in sehr guter Erinnerung: Rebecca Greiwe.
Foto: Lina Bromba
Wenn die 19-Jährige heute an genau diese Zeit bis zum Sommer 2025 an der LWL-Regenbogenschule zurückdenkt, breitet sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht aus. Mittlerweile studiert Greiwe Sonderpädagogik in Dortmund. Davor hat sie in ihrem FSJ den Schulalltag an der Regenbogenschule hautnah miterlebt und dabei vor allem die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg begleitet. Ein Lebensabschnitt, der sie verändert und sowohl fachlich als auch menschlich hat reifen lassen. So sehr, dass sie zum Ende ihres FSJs mit Gewissheit sagen konnte: "Mit Menschen möchte ich auch zukünftig arbeiten".
Eine so konkrete Aussage wäre Rebecca nach ihrem Abitur wohl nicht möglich gewesen. Viel eher stand ein großes Fragezeichen im Raum, wenn es um die genaue Richtung ihrer beruflichen Zukunft ging. In dieser Zeit kam der Tipp ihrer Schwester, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen, wie gerufen. "Ich dachte mir, dass ich noch jung bin. Ob ich ein Jahr früher oder später anfange zu studieren, wird keinen großen Unterschied machen", erinnert sich Greiwe heute. Damit einher ging die Hoffnung herauszufinden, ob der soziale Beruf auf Dauer ihren Vorstellungen entspricht. Jahrelang etwas zu studieren, nur um dann zu merken, dass sie doch die falsche Richtung eingeschlagen hat, kam für sie nicht in Frage. Kurzerhand bewarb sie sich nach ihrem Abitur 2024 an verschiedenen Schulen und hospitierte dort. Am Ende entschied sie sich für die Regenbogenschule.
Besonders positive Erinnerungen hat die 19-Jährige an ihre Anfangszeit. Statt ins kalte Wasser geworfen zu werden, stand vor allem im Vordergrund, sie behutsam und unter Einhaltung ihrer persönlichen Grenzen an die Aufgaben heranzuführen. "Selbstverständlich durfte ich immer klar kommunizieren, wenn ich mich mit in einer Situation überfordert gefühlt habe", betont Greiwe. Auch Anne Reinert, Sonderpädagogin an der Schule, weiß: "Man muss schon wissen, worauf man sich im Förderschulbereich einlässt, sollte flexibel, bereit zu pflegen und nicht kontaktscheu sein." Jedes Kind bringe unterschiedliche Persönlichkeiten und Bedürfnisse mit und müsse im sonderpädagogischen, pflegerischen und therapeutischen Bereich gefördert werden. Einen anderen Beruf kann sich die 40-Jährige nicht vorstellen. Sie ist seit elf Jahren, motiviert durch ihr eigenes FSJ, an der Regenbogenschule angestellt. Greiwe weiß ebenfalls, was sie investiert, aber auch zurückbekommen hat: die Nähe der Kinder, die sie stets mit einem Lächeln begrüßt haben. "Auf gar keinen Fall war das FSJ ein verschwendetes Jahr. Es war unglaublich schön, die Entwicklung der Kinder begleitet zu haben und zu wissen, dass ich ein Teil dieser Entwicklung war", so die 19-Jährige.
Weitere Informationen zum FSJ an der LWL-Förderschule, Regenbogenschule Münster gibt es auf der Schul-Webseite https://www.lwl-regenbogenschule.de/de/information/FSJBUFDI/ sowie auf der LWL-Webseite https://www.karriere.lwl.org/de/alle-stellenangebote/freiwilligendienst/freiwilligedienst-schule.
Die Entwicklung der Schüler:innen im Schulalltag zu begleiten, ist für Rebecca und Sonderpädagogin Anne Reinert (hinten) ein wichtiger Teil der Arbeit.
Foto: Lina Bromba
In ihrem FSJ hat Rebecca bei vielfältigen Aufgaben unterstützt - etwa bei der Unterrichtsgestaltung.
Foto: Lina Bromba
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Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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