26.02.26 | Psychiatrie Queeres Leben auf dem Land entdecken
Schüler:innen erkunden Ausstellung im LWL-Klinikum Marsberg zum Coming-out im ländlichen Raum
Die achte Klasse des Carolus-Magnus-Gymnasiums hat die Ausstellung besucht.
Bild: LWL/Julia Bütow
Die Ausstellung besteht aus Roll-Up-Bannern, die jeweils einen Menschen mit Vornamen und Foto aus dem ländlichen Raum vorstellen. Sie vermittelt durch die Fotos mit den Vornamen der Porträtierten Nähe, was den Schüler:innen besonders positiv aufgefallen ist: "Man hat einfach das Gefühl, dass das Menschen wie du und ich sind", sagt eine Schülerin im Anschluss an den Ausstellungsbesuch. Betrachterinnen und Betrachter fühlen sich mal mehr mal weniger verbunden und gelangen durch einen QR-Code zu kurzen persönlichen Geschichten zum Coming-out auf dem Lande.
Eingeladen hatte Martina Grewe, Ansprechperson für Gleichstellung vor Ort in den LWL-Einrichtungen Marsberg. "Wir freuen uns über das Interesse der Jugendlichen und den Besuch. Als Psychiatrie sind wir keine abgeschottete Insel mitten in der Stadt, sondern ein Campus auf dem Besucher:innen herzlich willkommen sind."
Im Unterricht hatten sich die Kinder und Jugendlichen intensiv auf den Besuch der Ausstellung vorbereitet. Die Lehrerinnen Janice Löber, Jasmin Gholizadeh, Miriam Kröger und Astrid Arnold stellten heraus: "Es ist eine besondere Erfahrung für die Kinder und Jugendliche einen anderen Lernort als die Schule kennenzulernen und gleichzeitig Vielfalt wahrzunehmen und zu fördern."
Hintergrund
Die Ausstellung "Feldwege zum Coming-out" ist ein Projekt von "blick*", der Landesfachstelle zur Förderung von LSBTIQ*-Strukturen im ländlichen Raum und lädt dazu ein, in die Lebenswelten anderer Menschen einzutauchen - und vielleicht auch die eigene Perspektive zu erweitern. Ansprechpartnerin Martina Grewe, martina.grewe@lwl.org, Tel.02992 601-1842
Rund 45 Schüler:innen der Einführungsphase waren auch zu Gast.
Bild: LWL/Julia Bütow
Pressekontakt
Julia Bütow, LWL-Klinikum Marsberg, Telefon 02992 601-1303, julia.hollwedel@lwl.org und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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