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25.02.26 | Kultur LWL-Pop-up-Planetarium - Erfolgreiche Tour nach fünf Jahren beendet

Mobiles Planetarium besuchten 46.000 Menschen in Westfalen-Lippe

Das Pop-up-Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde blickt auf erfolgreiche fünf Jahre on Tour zurück. Hier ein Foto vom Anfang der Tour im LWL-Landeshaus.<br>Foto: LWL / Steinweg

Das Pop-up-Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde blickt auf erfolgreiche fünf Jahre on Tour zurück. Hier ein Foto vom Anfang der Tour im LWL-Landeshaus.
Foto: LWL / Steinweg
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Münster (lwl). Das aufblasbare mobile Planetarium des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat das Ende erreicht. Ursprünglich nur für ein Jahr geplant, war das sogenannte "Pop-up-Planetarium" vom LWL-Museum für Naturkunde von 2021 bis 2025 mit großem Erfolg im Einsatz: An 55 Orten in Westfalen-Lippe sahen über 46.000 Besuchende den Sternenhimmel im mobilen Planetarium. "Wir haben damals beim Start versprochen, die Sterne zu den Menschen zu bringen, das haben wir geschafft", so der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann. LWL-Chefastronom Dr. Tobias Jogler. "Eine Reparatur ist leider nicht mehr möglich, daher ist jetzt nach fünf Jahren die Luft raus."

Unterwegs war der mobile Sternenhimmel in Städten und Gemeinden in ganz Westfalen-Lippe - vom ländlichen Raum bis in größere Städte des Ruhrgebiets. In 96 Einsätzen an 421 Einsatztagen brachte das aufblasbare Planetarium die Faszination des Universums zu den Menschen.

Am häufigsten wurde das mobile Planetarium von Schulen gebucht. Neben Grund- und weiterführenden Schulen im Großraum Westfalen besuchte das Team auch Förderschulen des LWL. Darüber hinaus gab es offene Angebote, etwa in Städten, bei Heimatvereinen, in den Ferien oder an Wochenenden. Auch Kita-Gruppen, Senioreneinrichtungen sowie Gäste mit besonderen Bedürfnissen, etwa mit Rollatoren, Rollstühlen oder mit Unterstützung durch Gebärdensprachdolmetschende, fanden mit dem LWL-Pop-up-Planetarium einen Zugang zur Astronomie. Die Inhalte der Vorführungen wurden dabei individuell auf die Gruppen abgestimmt.

Die Vorführenden vom LWL-Museum für Naturkunde empfanden die Tour als große Bereicherung. "Das Mobilplanetarium hat uns die Möglichkeit gegeben, interaktiver mit den Besuchenden zu agieren, als es im Großplanetarium möglich ist. Der kleine Rahmen war gerade für Grundschülerinnen und Grundschüler ein Geschenk", berichtet Vorführerin Antje Bondzio. Besonders Themen wie Schwarze Löcher hätten selbst bei jüngeren Kindern zu lebhaften Diskussionen geführt.

Auch Vorführerin Elke Oestermann hebt die inklusiven Möglichkeiten hervor: "An diesem besonderen Lernort haben sich viele Schülerinnen und Schüler getraut, ihr Wissen zu teilen. So waren selbst einige Lehrkräfte überrascht und begeistert von dem Interesse ihrer Klassen zum Thema Astronomie. Wir konnten Lautstärke und Inhalte flexibel anpassen, und für Menschen im Rollstuhl war es möglich, die Kuppelprojektion höher zu setzen, um eine optimale Sicht zu schaffen."

Für Vorführerin Eva Graue war es besonders schön, Besuchende später im "richtigen" Planetarium in Münster wiederzutreffen: "Mit dem Pop-up-Planetarium sind wir direkt zu den Menschen in die Schulen und Gemeinden gekommen. Viele haben dabei ihre Begeisterung für die Astronomie entdeckt. Unser mobiler Sternenhimmel hat die Schüler:innen zu einer spannenden Reise durch das All aus dem Klassenzimmer geholt und es auch Familien erlaubt, die Unendlichkeit des Universums zu entdecken."

Planetariumsleiter Jogler bedauert das Ende des Projekts: "Wissensvermittlung ist unsere wichtigste Aufgabe. Mit dem Pop-up-Planetarium konnten wir diese auf außergewöhnliche Weise erfüllen. Es war eine wertvolle Ergänzung zu unserem Großplanetarium in Münster."

Das Pop-up-Planetarium wurde aus Fördermitteln und durch Buchungseinnahmen finanziert. Die Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost etwa förderte 2021 das Projekt mit 80.000 Euro. Für Schüler:innen an 28 Standorten in Münster und im Kreis Warendorf war der Eintritt ins Pop-up-Planetarium dadurch kostenfrei.

Ort: Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Str. 285, 48161 Münster

Im Namen der Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost übergaben (v.l.) Peter Scholz (Vorstandsmitglied der Sparkasse Münsterland Ost und Kuratoriumsmitglied) und Frank Knura (Stiftungsvorstand) im Mai 2021 einen Spendenscheck an Rüschoff-Parzinger und LWL-Museumsdirektor Dr. Jan Ole Kriegs, um Schulen in Münster und dem Kreis Warendorf eine kostenfreie Nutzung des Pop-up-Planetariums zu ermöglichen.<br>Foto. LWL / Steinweg

Im Namen der Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost übergaben (v.l.) Peter Scholz (Vorstandsmitglied der Sparkasse Münsterland Ost und Kuratoriumsmitglied) und Frank Knura (Stiftungsvorstand) im Mai 2021 einen Spendenscheck an Rüschoff-Parzinger und LWL-Museumsdirektor Dr. Jan Ole Kriegs, um Schulen in Münster und dem Kreis Warendorf eine kostenfreie Nutzung des Pop-up-Planetariums zu ermöglichen.
Foto. LWL / Steinweg

Nach fünf Jahren hat das Pop-up-Planetarium das Ende seiner Lebenszeit erreicht.<br>Foto: LWL / Steinweg

Nach fünf Jahren hat das Pop-up-Planetarium das Ende seiner Lebenszeit erreicht.
Foto: LWL / Steinweg

Das aktuelle Team rund um Planetariumsleiter Dr. Tobias Jogler (2.v.li.) des Pop-up-Planetariums freut sich über das gelungene Projekt und hofft, alle Interessierten im LWL-Planetarium in Münster wieder zu sehen.<br>Foto: LWL / Steinweg

Das aktuelle Team rund um Planetariumsleiter Dr. Tobias Jogler (2.v.li.) des Pop-up-Planetariums freut sich über das gelungene Projekt und hofft, alle Interessierten im LWL-Planetarium in Münster wieder zu sehen.
Foto: LWL / Steinweg

Übersicht der Zahlen, Daten und Fakten zum Pop-up-Planetarium von 2021 bis 2025.<br>Grafik: LWL

Übersicht der Zahlen, Daten und Fakten zum Pop-up-Planetarium von 2021 bis 2025.
Grafik: LWL

Zu diesen Orten tourte das Pop-up-Planetarium in den letzten fünf Jahren.<br>Grafik: LWL

Zu diesen Orten tourte das Pop-up-Planetarium in den letzten fünf Jahren.
Grafik: LWL

Diese Orte besuchte das mobile Planetarium von 2021 bis 2025.<br>Grafik: LWL

Diese Orte besuchte das mobile Planetarium von 2021 bis 2025.
Grafik: LWL

Nicht nur Kinder waren begeistert , dass das Pop-up-Planetarium zu ihnen gekommen ist, auch für Seniorinnen und Senioren war der Besuch des mobilen Planetariums geeignet.<br>Foto: Gemeinde Kalletal

Nicht nur Kinder waren begeistert , dass das Pop-up-Planetarium zu ihnen gekommen ist, auch für Seniorinnen und Senioren war der Besuch des mobilen Planetariums geeignet.
Foto: Gemeinde Kalletal

Die Koenigschule in Oberhausen druckte extra spezielle Eintrittskarten für die Schüler:innen.<br>Foto: Koenigschule.info

Die Koenigschule in Oberhausen druckte extra spezielle Eintrittskarten für die Schüler:innen.
Foto: Koenigschule.info

In Lemgo rollte die Stadt sogar den Besuchenden des mobilen Planetariums den roten Teppich aus.<br>Foto: Alte Hansestadt Lemgo

In Lemgo rollte die Stadt sogar den Besuchenden des mobilen Planetariums den roten Teppich aus.
Foto: Alte Hansestadt Lemgo

Pressekontakt

Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066

presse@lwl.org

LWL-Museum für Naturkunde

Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium
Sentruper Str. 285
48161 Münster Karte und Routenplaner

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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