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23.02.26 | Kultur Dem Otter auf der Spur

Mitmach-Challenge für Neugierige

Den eher heimlichen Fischotter (Lutra lutra) bekommt man zwar selten zu Gesicht aber seine Spuren können das ganze Jahr über gefunden werden. <br>Foto: Observation.org/Lina Op Den Kamp

Den eher heimlichen Fischotter (Lutra lutra) bekommt man zwar selten zu Gesicht aber seine Spuren können das ganze Jahr über gefunden werden.
Foto: Observation.org/Lina Op Den Kamp
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Münster (lwl). Wer dieses Jahr die meisten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in Deutschland entdeckt, wird sich im Rahmen der bürgerwissenschaftlichen "Arten-Olympiade 2026" zeigen, zu der das LWL-Museum für Naturkunde in Münster zu Jahresanfang aufgerufen hat. Ob Pilz, Pflanze, Tier oder deren Spuren - die Mitmachaktion für Naturinteressierte lädt das ganze Jahr über ein, Naturbeobachtungen auf der Internet-Plattform Observation.org und in der Smartphone-App "ObsIdentify" zu teilen. Die Initiatoren der Arten-Olympiade fordern jetzt zur Spurensuche in der kalten Jahreszeit auf, unter anderem nach Spuren der Fischotter.

Den eher heimlichen Fischotter ("Lutra lutra") bekommt man zwar selten zu Gesicht, aber seine Spuren sind das ganze Jahr über zu finden. Als Bewohner von Flüssen, Bächen und Seen ist er meist in der Dämmerung oder nachts aktiv. Er ist ein hervorragender Schwimmer mit dichtem, wasserabweisendem Fell und Schwimmhäuten an den Füßen und perfekt an das Leben im Wasser angepasst.

Fischotter gelten als Indikator-Art: Ihr Vorkommen weist auf saubere Gewässer und einen guten ökologischen Zustand hin. Jetzt sind aufmerksame Naturbeobachtende gefragt: An Gewässern in der Umgebung können Spuren wie Trittsiegel im Schlamm, Rutschspuren am Ufer oder markante Losungen entdeckt werden.

Hintergrund
Mit dieser Challenge werden Naturbegeisterte aufgerufen, die enorme Artenvielfalt in Deutschland zu erfassen. Alle Funddaten stehen anschließend für Forschung und Naturschutz zur Verfügung. Ziel ist es möglichst viele Pflanzen-, Tier- und Pilzarten in der App "ObsIdentify" zu melden. Zur Teilnahme an der Arten-Olympiade muss man der Challenge in der App beitreten und seine fotografischen Beobachtungen hochladen, automatisch bestimmen lassen und speichern. Wer sich gut bei der Tier- und Pflanzenbestimmung auskennt, kann auch die App "Observation" verwenden, um Funde auch ohne Foto zu melden oder direkt die Internetseite Observation.org verwenden. Die gemeldeten Fotos werden im Anschluss durch Fachleute validiert, so dass am Ende ein Datensatz entsteht, der wissenschaftlich ausgewertet werden kann.

Wer gemeinsam auf Spurensuche gehen möchte, kann vor Ort Gruppen von Naturschutzvereinen ansprechen oder Exkursionsangebote der Partner annehmen, bei denen man die Natur kennenlernen kann.

Zu den Partnern der Arten-Olympiade gehören unter anderem das Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung und angewandte Ökologie der Universität Münster (CIBRA). Unterstützt wird die Challenge durch eine Spende der Stiftung der Sparda-Bank Münster.

Mehr Infos zur LWL-Artenakademie: https://www.artenakademie.lwl.org

Für Interessierte stehen Informationen zu dem Projekt "Arten-Olympiade 2026" auf der Internetseite bereit: https://www.arten-olympiade.lwl.org| https://www.bioblitze.lwl.org

Teilnehmende finden ihre Ergebnisse in der App ObsIdentify und Interessierte finden die Ergebnisse der Aufrufe auf Stadt-Ebene hier: https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2026/

Fragen an: germany@observation.org

Fischotter sind als Bewohner unserer Flüsse, Bäche und Seen meist in der Dämmerung oder nachts aktiv. <br>Foto: Jan Ole Kriegs

Fischotter sind als Bewohner unserer Flüsse, Bäche und Seen meist in der Dämmerung oder nachts aktiv. 
Foto: Jan Ole Kriegs

An Gewässern in der Umgebung können Spuren wie Trittsiegel im Schlamm, Rutschspuren am Ufer oder markante Losungen entdeckt werden. Beim Fotografieren ist es ratsam, etwas zum Größenvergleich danebenzulegen. <br>Foto: Wildlife Münster

An Gewässern in der Umgebung können Spuren wie Trittsiegel im Schlamm, Rutschspuren am Ufer oder markante Losungen entdeckt werden. Beim Fotografieren ist es ratsam, etwas zum Größenvergleich danebenzulegen.
Foto: Wildlife Münster

Pressekontakt

Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066

presse@lwl.org

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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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