18.02.26 | Kultur Kommerzielle DNA-Analysen im Blick von Familienforschung und Datenschutz
Werkstattgespräch im LWL-Museum für Naturkunde
Zu einem Werkstattgespräch zum Thema Gene lädt die Universität Münster ins LWL-Museum für Naturkunde ein.
Foto: LWL/Steinweg
Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Frage, wie kommerzielle DNA-Analysen Daten produzieren und verkaufen und welche Folgen dies für Familienforschung und Datenschutz hat. Timo Kracke vom Verein für Computergenealogie und Thilo Weichert vom Netzwerk Datenschutzexpertise diskutieren die Chancen und Risiken genetischer Tests aus genealogischer und datenschutzrechtlicher Perspektive. Die Veranstaltung wird auch im Internet via Zoom übertragen. Das Werkstattgespräch moderiert Prof. Dr. Elisabeth Timm von der Universität Münster.
Genetik findet nicht nur in abgeschlossenen Laboren statt. Seit einigen Jahren sind kommerzielle genetische Tests für die Familienforschung verfügbar. In einem bürgerwissenschaftlichen Projekt erforschen die Universität Münster, der Verein für Computergenealogie und die Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung von 2025 bis 2027 die alltägliche Verwendung von genetischen Analysen: Wer nutzt solche Testangebote? Mit welchen Erfahrungen ist das verbunden? Welche Kritik äußern Engagierte in den genealogischen Vereinen, und welche Bedenken bestehen seitens des Datenschutzes?
Genealogischen und genetischen Daten stammen von historischen oder lebenden Menschen. Aktive in der Familienforschung produzieren seit Jahrzehnten strukturierte Datenbanken. Unternehmen der Biotechbranche bieten DNA-Tests für die Familienforschung an und verknüpfen diese Daten mit denen der Genealogie. Aus Sicht der Familienforschung sind DNA-Analysen ein neuer Datentyp mit interessanten Erkenntnismöglichkeiten auch für genealogische Fragen.
Timo Kracke, aktiv im Verein für Computergenealogie e.V., gibt Einblick in die Verwendung von DNA-Analysen in der Praxis der Familienforschung.
Thilo Weichert, Jurist im Netzwerk Datenschutzexpertise, erläutert die kritische Beobachtung der kommerziellen Angebote genetischer Analysen für die Genealogie.
Hintergrund
Es handelt sich um eine Veranstaltung des bürgerwissenschaftlichen Projekts "Erzählen Deine Gene Dir Deine Geschichte?! DNA-Tests als Waren und populäres Vergnügen". Kooperationspartner im Verbund sind das LWL-Museum für Naturkunde (Werkstattgespräche und Ergebnispräsentation), der Verein für Computergenealogie e.V., Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung e.V. sowie das Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Universität Münster. Koordination: Elisabeth Timm, Lehrstuhl für Kulturanthropologie, Universität Münster.
Eintritt: frei
Weitere Infos und Zoom-Zugang unter: https://indico.uni-muenster.de/event/3921/
Ort: LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Str. 285, 48161 Münster
Parken: Kostenpflichtige Parkplätze (5 Euro Tagesgebühr) vorhanden.
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066
LWL-Museum für Naturkunde
Westfälisches Landesmuseum mit PlanetariumSentruper Str. 285 48161 Münster Karte und Routenplaner
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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