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12.02.26 | Soziales Inklusion gegen Fachkräftemangel

LWL unterstützt Inklusionsabteilung der Gebäudemanagement GmbH des Universitätsklinikums Münster

Machten sich ein Bild von der Inklusionsabteilung: Dr. Georg Lunemann (v.l., der Direktor des LWL), Maria Weber, Elisa Frenzel (beide UKM Gebäudemanagement GmbH), Michael Veltmann (LWL-Inklusionsamt Arbeit), Julian Weber (UKM Gebäudemanagement GmbH), Karina Pinnekämper (LWL-Inklusionsamt Arbeit) und Irina Hänsdieke (UKM Gebäudemanagement GmbH). <br>Foto: UKM

Machten sich ein Bild von der Inklusionsabteilung: Dr. Georg Lunemann (v.l., der Direktor des LWL), Maria Weber, Elisa Frenzel (beide UKM Gebäudemanagement GmbH), Michael Veltmann (LWL-Inklusionsamt Arbeit), Julian Weber (UKM Gebäudemanagement GmbH), Karina Pinnekämper (LWL-Inklusionsamt Arbeit) und Irina Hänsdieke (UKM Gebäudemanagement GmbH).
Foto: UKM
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Münster (lwl). Das Universitätsklinikum Münster (UKM) engagiert sich seit Jahren mit dem Thema Inklusion und hat in ihrer Gebäudemanagement GmbH eine Inklusionsabteilung gegründet, die Menschen mit Schwerbehinderung reguläre Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt ermöglicht. Dabei ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) seit Jahren Förderpartner des UKM. Dr. Georg Lunemann, der Direktor des LWL, besuchte die Inklusionsabteilung am Mittwoch (11.2.), um sich ein Bild davon zu machen, wie erfolgreich der Arbeitsalltag verläuft und die Inklusion gelebt wird.

"Inklusionsbetriebe wie die UKM Gebäudemanagement GmbH zeigen eindrucksvoll, dass wirtschaftlicher Erfolg und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen können. Sie eröffnen Menschen mit Behinderung echte Perspektiven auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und sind damit ein zentraler Baustein für eine inklusive Gesellschaft", sagte Lunemann. "Gerade vor dem Hintergrund des Fach- und Arbeitskräftemangels liegt hier ein enormes Potenzial."

Die UKM Gebäudemanagement GmbH erbringt für das Klinikum Dienstleistungen in den Bereichen Krankenhausreinigung Parkraummanagement sowie Wach- und Sicherheitsdienst. Die 2018 gegründete Inklusionsabteilung ist überwiegend in der Gebäude- und Bettenreinigung, der Wäscherei sowie in Verwaltungsbereichen tätig und wächst seit ihrer Gründung kontinuierlich. "Die UKM GM fördert die Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, alle Kollegen egal mit welcher Qualifikation ins Team einzubinden. Derzeit arbeiten in der Inklusionsabteilung 20 Mitarbeitende. In Zukunft soll die Abteilung weiter wachsen", sagte Andreas Rütz, Geschäftsführer der UKM Gebäudemanagement GmbH.

Damit dieses Geschäftsmodell weiterhin erfolgreich ist, unterstützt das LWL-Inklusionsamt Arbeit mittels Investitionskostenzuschüssen die langfristige Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen. Darüber hinaus fördert das LWL-Inklusionsamt Arbeit die Arbeitsplätze mit laufenden Nachteilsausgleichen. "Um gut inklusiv zu arbeiten, ist es wichtig, den Menschen im Blick zu haben, ihn mit seinen Beeinträchtigungen da abzuholen, wo er steht und seine Stärken zu fördern", berichtet Irina Hänsdieke, die seit Jahren mit Maria Weber die Inklusionsabteilung führt.

Die UKM Gebäudemanagement GmbH ist zudem Mitglied im inklusiven Unternehmensnetzwerk, einem Zusammenschluss von Betrieben, die sich gemeinsam für die nachhaltige Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt einsetzen. Zu dem Netzwerk gehören unter anderem zahlreiche Unikliniken sowie Großunternehmen.

Hintergrund Inklusionsbetriebe
In Westfalen-Lippe gibt es zurzeit rund 170 Inklusionsunternehmen oder -abteilungen in Firmen aus Industrie, Handel und Gewerbe, in denen etwa 2.200 Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten. Die Betriebe, die zwischen 30 und 50 Prozent Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung beschäftigen, sind rechtlich und wirtschaftlich selbstständig. Sie müssen sich wie jedes andere Unternehmen am freien Markt behaupten. Der LWL unterstützt diese Firmen mit Mitteln aus der Ausgleichsausgabe: Die Inklusionsbetriebe bekommen Zuschüsse zu Investitionen, betrieblichem Mehraufwand, Betreuung und Lohnkosten. An der Finanzierung beteiligen sich auch u.a. die Bundesagentur für Arbeit und das Land Nordrhein-Westfalen über das Programm "Integration unternehmen!"

Ausblick: LWL-Messe der Inklusionsunternehmen
Am 11. März 2026 findet in Dortmund die 6. LWL-Messe der Inklusionsunternehmen mit gut 100 Ausstellern statt. Diese deutschlandweit einzigartige Messe gibt Inklusionsunternehmen in Westfalen-Lippe die Möglichkeit, sich einem breiten Publikum aus Wirtschaft und Politik vorzustellen. Zudem bietet sie Menschen mit Behinderung zahlreiche Gelegenheiten, sich über ihre Einstiegsmöglichkeiten in den ersten Arbeitsmarkt zu informieren - oder direkt ihren zukünftigen Arbeitergeber zu finden. Außerdem wird es verschiedene Podiumsdiskussionen sowie ein umfangreiches Seminarprogramm geben. Der Eintritt zur Messe und die Teilnahme an Seminaren ist für alle Besuchende kostenlos.

Pressekontakt

Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

LWL-Inklusionsamt Arbeit

Von-Vincke-Str. 23-25 48143 Münster Karte und Routenplaner

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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