12.02.26 | Kultur Kostenloser Vortrag im LWL-Museum in der Kaiserpfalz
Das Westfalenbild im Nationalsozialismus
Dr. Kirsten John-Stucke ist Leiterin des Kreismuseums Wewelsburg.
Foto: privat
Unter dem Regime der Nationalsozialisten wurde Geschichte nicht nur instrumentalisiert, sondern auch bewusst verändert, um das ideologische Weltbild der Machthaber zu fördern. Westfalen, als Region mit einer langen und vielfältigen Geschichte, wurde dabei gezielt in den Dienst der nationalsozialistischen Ideologie gestellt.
John-Stucke beleuchtet, wie die Nationalsozialisten das Westfalenbild für ihre Propaganda umdeuteten. Sie zeigt auf, wie westfälische Geschichte, Erinnerungsorte und Volksfeste benutzt wurden, um ein ideologisch angepasstes Bild der Region zu verbreiten. Besonders im Fokus steht die Rolle von Orten wie der Wewelsburg, die als "mythische" Stätten neu definiert wurden.
Hintergrund: "775 - Westfalen. Die Sonderausstellung" bis 1.3.2026
Von einer rätselhaften Ersterwähnung im Jahr 775 zum Herzogtum über ein Königreich bis zur preußischen Provinz. Westfalen hatte in der Geschichte viele Gesichter. In der Kaiserpfalz in Paderborn geht das Publikum an einem Stützpunkt Karls des Großen in den Sachsenkriegen durch Westfalens 1250-jährige Geschichte. Auf rund 1.000 Quadratmetern erleben Besuchende noch bis zum 1.3.2026, wie sich Westfalen und seine Menschen über Jahrhunderte hinweg verändert haben. Archäologische Funde, kostbare Handschriften und westfälische Kunst erzählen von Tradition, Identität und Wandel. Zahlreiche interaktive Stationen und das Begleitprogramm laden zum Mitmachen ein.
Allgemeine Informationen zum Museumsbesuch
Eintrittspreise
Erwachsene: 11 €
Ermäßigt: 6 €
Gruppe ab 16 Personen: 9 € pro Person
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: frei
Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.lwl-kaiserpfalz-paderborn.de
https://de-de.facebook.com/museuminderkaiserpfalz/
https://www.instagram.com/lwl_kaiserpfalzmuseum/
Westfalen im Nationalsozialismus ist auch Thema der Sonderausstellung "775 - Westfalen", die noch bis zum 1.3. im LWL-Museum in der Kaiserpfalz zu sehen ist.
Foto: LWL/ B. Mazhiqi
Die Nationalsozialisten nutzen das Westfalen-Bild für ihre Propaganda.
Foto: LWL-Medienzentrum, "Unterm Hakenkreuz. Westfalen 1933 - 1945 im Amateurfilm", Teil 3 der Reihe
Stucke zeigt in ihrem Vortrag, wie die Nationalsozialisten westfälische Geschichte, Volksfeste und Erinnerungsorte für sich instrumentalisiert haben.
Foto: LWL-Medienzentrum, "Unterm Hakenkreuz. Westfalen 1933 - 1945 im Amateurfilm", Teil 3 der Reihe
Pressekontakt
Dr. Carolin Steimer, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-3504 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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