05.02.26 | Kultur Schirmherrschaft für Dalheimer Sonderausstellung
"Die Macht der Regeln" beginnt im Mai im LWL-Landesmuseum
Zwischen Freiheit und Kontrolle: Das Plakat zur Ausstellung zeigt das gesellschaftliche Spektrum von Regeln auf.
Foto: LWL/Klein und Neumann Kommunikationsdesign
Nach den Präsentationen in den Jahren 2016 ("Luther. 1917 bis heute") und 2019 ("Verschwörungstheorien - früher und heute") ist es bereits die dritte Sonderausstellung des jungen Landesmuseums unter der Schirmherrschaft eines Bundespräsidenten.
Würdigung und Ansporn
"Die Schirmherrschaft ist eine große Würdigung und zugleich ein großer Ansporn für uns", so der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, Dr. Georg Lunemann. "Sie bestärkt uns darin, gegenwartsrelevante Fragestellungen zu identifizieren und das Dalheimer Museum als einen Ort des gesellschaftlichen Dialogs weiter zu profilieren."
Die Vorstandsvorsitzende der Stiftung Kloster Dalheim und LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger: "Damit unterstreicht der LWL den Anspruch seiner Museen, sich als Bildungsträger und wichtige Säulen der Demokratie zu positionieren. Ein maßgeblicher Baustein ist dabei eine publikumsorientierte Präsentation, die Information, Interaktion und Unterhaltung miteinander verbindet."
Spannungsfeld zwischen Freiheit und Kontrolle
Was steckt hinter Regeln? Warum sind sie nötig, und wer macht sie eigentlich? In insgesamt acht Abteilungen lotet die Ausstellung in dem ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift Dalheim das regelrechte Spannungsfeld zwischen Freiheit und Kontrolle aus. Dabei geht es ebenso um die unterschiedlichen Arten und Funktionsweisen von Regeln wie auch um die Frage nach einem Zuviel an Regeln, Stichwort Bürokratie.
Gezeigt werden rund 170 Exponate aus zehn Jahrhunderten, darunter die Haschischdose von Beatles-Mitglied und Freigeist John Lennon, Wolle vom ersten Klonschaf "Dolly", das Mobiltelefon von Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel oder der Bombenkasten des Kaufhaus-Erpressers Dagobert. "Was klingt wie ein munteres Kuriositätenkabinett, hat einen ernsthaften Hintergrund. Diese Exponate zeigen, wie Regeln entstehen, wie vielfältig sie sind, und warum es wichtig ist, sich an sie zu halten. Sie verdeutlichen aber auch, warum es manchmal richtig sein kann, Regeln zu brechen", erläutert Museumsdirektor Dr. Ingo Grabowsky, der das Museum seit dem Jahr 2014 leitet.
Hintergrund
Die Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur ist eines der 20 Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und Deutschlands einziges Landesmuseum für klösterliche Kulturgeschichte. Es wird gemeinsam vom LWL und der Stiftung Kloster Dalheim getragen und ist beheimatet in dem rund 800 Jahre alten ehemaligen Kloster Dalheim. Ausgehend von der eigenen Geschichte lädt das Haus ein, die Welt der europäischen Klosterkultur zu entdecken. Zum Museum gehören ein Wirtshaus und ein Klosterladen. Jährlich finden zahlreiche Veranstaltungen im Kloster Dalheim statt.
Stiftung Kloster Dalheim
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
Am Kloster 9
33165 Lichtenau
Telefon: (05292) 9319-0
Fax: (05292) 9319-119
E-Mail: kloster-dalheim@lwl.org
https://www.stiftung-kloster-dalheim.lwl.org
Großer Sportsmann: Die Sportschuhe (Größe 51) stammen von der deutschen Basketball-Legende Dirk Nowitzki. Sie stehen stellvertretend für die Bedeutung von Regeln für Sport und Fairplay. Die Basketballschuhe der Marke Nike Air Force sind eine Leihgabe des Schuhmuseums im Schloss Neu-Augustusburg in Weißenfels.
© Schuhmuseum im Schloss Neu-Augustusburg in Weißenfels
Schummeln, mogeln, tricksen... gehören zum Spiel ebenso wie klardefinierte Regeln, die Ablauf und Ziele festlegen. Dieser kunstvolle Schachkasten aus dem Jahr 1720 ist eine Leihgabe des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg.
© Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Foto: Martin Luther & Dirk Fellenberg"
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Maria Tillmann, Stiftung Kloster Dalheim - LWL-Landesmuseum für Klosterkultur, Telefon: 05292 9319-114, maria.tillmann@lwl.org
Stiftung Kloster Dalheim
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Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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