26.01.26 | Kultur Münster: LWL-Kulturstiftung fördert fünf Projekte aus Münster
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Im Herbst präsentiert die neunte Ausgabe des Festivals "Nacht der Lichtkunst" Kunstwerke international renommierter Lichtkünstlerinnen und -künstler aus Museen und Sammlungen an öffentlichen Plätzen, in Kirchenräumen und historischen Gebäuden. In dieser Edition weiten die Organisatoren von HELLWEG - ein LICHTWEG e.V., die seit kurzem mit Sitz in Münster agieren, die Laufzeit über das übliche Wochenende auf mindestens zehn Tage aus und bieten zusätzlich Führungen als "Lichtreisen" in der Region an. 20.000 Euro erhält der Verein dafür von der LWL-Kulturstiftung.
Die Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde Münsters und des Münsterlandes e.V. verknüpft im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Stadt.Land.Bühne / Junge Bühne Münsterland" zwei bestehende Netzwerke. Mit insgesamt 30 Veranstaltungen bauen die Projektverantwortlichen von "Stadt. Land. Bühne" und "Junge Bühne Münsterland" das regionale Kulturnetzwerk von Kunstschaffenden, Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürgern aus. Die Kombination aus Veranstaltungen für eine junge Zielgruppe und weiteren Formaten wie eine Kreativkonferenz und die Teilnahme am NRW-Kinder- und Jugendtheaterfestival "Westwind" in Münster unterstützt die LWL-Kulturstiftung mit 37.700 Euro.
Bereits ab Ende März lädt die Ausstellung "Reiselustig. Unterwegs mit dem Hasen Felix" Familien zu einer kreativen Entdeckungsreise durch sechs Themenräume ins LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster ein. Kunstwerke und Mitmachstationen verbinden Spaß, Wissen und Kulturgeschichte. Felix, der beliebte Stoffhase aus Münster, begleitet Kinder dabei durch abwechslungsreiche Welten. Workshops, Ferienaktionen, Familienfeste, interaktive Materialien und ein Mitmachheft ergänzen die Ausstellung, die von der LWL-Kulturstiftung mit 10.000 Euro gefördert wird.
Ab Ende November (27. November 2026 bis 18. April 2027) lädt die Ausstellung "Tiere. Geliebt & gejagt" im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster dazu ein, die besondere Beziehung zwischen Mensch und Tier neu zu betrachten: durch die Augen der Kunst - zwischen Nähe und Distanz, Bewunderung und Beherrschung, Zuneigung und Zweck. Werke vom 16. Bis zum 21. Jahrhundert unter anderem von Albrecht Dürer, Franz Marc oder Louise Bourgeois treten in einen Dialog mit naturwissenschaftlichen Präparaten und zeitgenössischen Interpretationen. Mit 400.000 Euro fördert die LWL-Kulturstiftung die Ausstellung.
Das LWL-Museumsamt will ab Herbst 2026 im Rahmen des Pilotprojekts "Stärkung der Relevanz von Museen in Krisenzeiten" neue Förder- und Entwicklungsmöglichkeiten für Museen in ländlichen und postindustriellen Räumen erproben und die institutionsübergreifende Zusammenarbeit stärken. Beteiligt sind in der ersten zweijährigen Initiierungsphase zunächst zwölf Partnermuseen, die durch neue Formate den gesellschaftlichen Wandel mitgestalten und die Relevanz von Museen stärken wollen. Mit 500.000 Euro wird das Projekt von der LWL-Kulturstiftung gefördert.
Die insgesamt 15 geförderten Projekte tragen zu einem vielfältigen Kulturprogramm in der Region bei: Vier Kulturfestivals präsentieren von Mai bis November Theater, elektronische Musik, Puppentheater und Lichtkunst im westfälischen Ruhrgebiet und in der Hellweg-Region. Große und kleine Bühnen, Schauspielhäuser und Kultureinrichtungen sind Schauplätze für fünf Veranstaltungsreihen, bei denen auch neue Räume zu Orten kultureller Begegnungen werden. Sechs museale Projekte sind ebenso im Programm, darunter drei große, langfristig angelegte Vorhaben von Einrichtungen des LWL, die auf Beschlüsse des Landschaftsausschusses zurückgehen.
Die nächste Antragsfrist für das kommende Förderprogramm ist der 28. Februar für Projekte, die frühestens ab Mitte des Jahres beginnen.
Weitere Informationen zu allen Förderprojekten sowie einen Kalender mit Veranstaltungen der unterstützten Vorhaben bietet die neue Internetseite: http://www.lwl-kulturstiftung.de
Hintergrund
Seit 2004 hat die LWL-Kulturstiftung als selbstständige private Stiftung bürgerlichen Rechts mehr als 500 Projekte mit rund 46 Millionen Euro unterstützt, darunter Vorhaben von Einrichtungen des LWL sowie Projekte anderer. Seit 2021 ergänzt die Stiftung ihre Fördertätigkeit mit inhaltlichen Sonderprogrammen zu aktuellen und kultur- und gesellschaftsrelevanten Schwerpunkten. Im Fokus stehen für alle Förderungen spartenübergreifende Netzwerkprojekte aus den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Theater, Tanz, Literatur, Film und landeskundliche Forschung. Mit ihren Förderungen stärkt die LWL-Kulturstiftung Kunst und Kultur in Westfalen-Lippe, unterstützt Kooperationen und schafft kulturelle Mehrwerte in der und für die Region.
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Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Anja Tomasoni, anja.tomasoni@lwl-kulturstiftung.de, Telefon 0251 591-6929
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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