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22.01.26 | Kultur Von Filigrana bis Incalmo - Venezianische Techniken und Vortrag zur Sonderausstellung "Tradizione e innovazione"

Moderne Interpretationen der venezianischen Incalmo-Technik von Rejwan Toplu. <br>Foto: LWL / Rejwan Toplu

Moderne Interpretationen der venezianischen Incalmo-Technik von Rejwan Toplu.
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Petershagen (lwl). Die Faszination für die hohe Kunst der venezianischen Glasverarbeitung ist ungebrochen, und so widmet auch das LWL-Museum Glashütte Gernheim diesen aufwendigen Techniken drei Thementage zu den Techniken des Incalmo, der Murrinen und des Fadenglases. Die Demonstrationen in der Hütte begleiten die Sonderausstellung "Tradizione e innovazione" zu venezianischem Glas von 1945 bis 1970, die noch bis 22. März im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Petershagen gezeigt wird.

Bereits diesen Sonntag (25.1.) zeigen die Glasmacher die Herstellung von Incalmo-Gläsern. Diese Technik ermöglicht das Zusammensetzen eines Hohlglases aus kontrastierenden Elementen, etwa zwei abgegrenzten Farbflächen, in heißem Zustand. Zum Thementag werden moderne Interpretationen der historischen Technik zur Herstellung leuchtend farbiger Gefäße umgesetzt.

Ebenfalls eine klassische venezianische Glasgestaltung, die bis in die Antike zurückreicht, sind die Murrinen. Ihre Verarbeitung wird am Sonntag (22.2.) zu sehen sein: Kleine Glasplättchen, die farbige Motive zeigen, werden zunächst zu einem Mosaik verschmolzen, um dann mit einer Blase heißen Glases mit der Pfeife aufgenommen zu werden. So entstehen prächtig gestaltete Gefäße.

Die typischen Techniken des venezianischen Fadenglases demonstriert das Museum zum Abschluss der Ausstellung am Sonntag (22.3.). Feine Glasfäden werden zu Stäben mit gedrehten Spiralen weiterverarbeitet, aus denen Hohlgläser entstehen. Ebenso zu sehen ist die Kunst des Netzglases.

Mit der Entwicklung des venezianischen Glases des 19. und frühen Jahrhunderts setzt sich der Vortrag "Tradizione e innovazione" am Donnerstag (5.2.) um 17.30 Uhr auseinander: Museumsleiterin Dr. Katrin Holthaus beschreibt die technischen Entdeckungen und künstlerischen Neuerungen seit ca. 1820, die zu einer neuen Blüte des venezianischen Glases zwischen 1945 und 1970 führten. Anmeldung zum Vortrag ab sofort telefonisch (Mo. bis Fr. 8 bis 12 Uhr) unter 05707 9311-213 oder per Mail an glashuette-gernheim-anmeldung@lwl.org.

Infos zur Ausstellung hier: https://glashuette-gernheim.lwl.org/de/ausstellungen/tradizione-e-innovazione

Truthahn und Perlhuhn mit Gefieder in "Murrinen" nach Entwürfen von Toni Zuccheri für Venini. 1964. <br>Foto: LWL / Philipp Harms

Truthahn und Perlhuhn mit Gefieder in "Murrinen" nach Entwürfen von Toni Zuccheri für Venini. 1964.
Foto: LWL / Philipp Harms

Fußschale in Fadenglas (merletto) von Archimede Seguso. <br>Foto: LWL / Philipp Harms

Fußschale in Fadenglas (merletto) von Archimede Seguso.
Foto: LWL / Philipp Harms

Pressekontakt

Dr. Katrin Holthaus, LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim, Telefon: 05707 9311-30, und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

LWL-Museum Glashütte Gernheim

Gernheim 12 32469 Petershagen-Ovenstädt Karte und Routenplaner

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