16.01.26 | Psychiatrie "Feldwege zum Coming Out"
Ausstellung in den LWL-Einrichtungen Marsberg: Coming-out im ländlichen Raum
Ansprechpartnerin Martina Grewe freut sich auf interessierte Schulklassen.
Foto: LWL
Martina Grewe, Ansprechperson für Gleichstellung vor Ort in den LWL-Einrichtungen Marsberg, hat die Ausstellung nach Marsberg geholt. Sie sagt: "Queeres Leben spielt sich in Berlin, Hamburg oder in anderen Großstädten ab. Auf dem Land bleibt es eher verborgen. Die sozialen Medien, in denen Geschlechtergrenzen wegfallen und jede Person jeden lieben darf, lassen uns vergessen, wie hart es sein kann, wenn ich als Person in der analogen Welt ein Coming-Out vor mir habe." Dabei sei es nicht von Belang, worauf sich das Coming-Out beziehe: ob auf geschlechtliche Identität, Liebe oder Gefühlswelten. Jeder Lebensweg verlaufe anders. Genau wie jeder Feldweg.
Auch die örtlichen Personalräte bekennen sich klar zu Vielfalt, Respekt und gegenseitiger Wertschätzung am Arbeitsplatz. Andrea Sieren, erste stellv. Personalratsvorsitzende des Marsberger LWL-Wohnverbundes und des Pflegezentrums, sagt: "Ein Coming-Out ist ein persönlicher Schritt, der insbesondere im ländlichen Raum mit zusätzlichen Sorgen und Herausforderungen verbunden sein kann. Wir als Personalräte möchten klarstellen, das sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität keinerlei Einfluss auf die berufliche Bewertung, Zusammenarbeit oder Entwicklung haben dürfen. Wir setzen uns für ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld ein, in dem alle Kolleg:innen unabhängig von ihrer Identität offen, sicher und wertschätzend arbeiten können."
Hintergrund:
Auch für Schulklassen geeignet
Die Ausstellung "Feldwege zum Coming-out" ist ein Projekt von "blick*", der Landesfachstelle zur Förderung von LSBTIQ*-Strukturen im ländlichen Raum und lädt dazu ein, in die Lebenswelten anderer Menschen einzutauchen - und vielleicht auch die eigene Perspektive zu erweitern. Interessierte Schulklassen können sich bei der Organisatorin Martina Grewe vom LWL-Referat für Chancengleichheit für die LWL-Einrichtungen Marsberg melden: Martina Grewe, martina.grewe@lwl.org, Tel.02992 601-1842
Darüber hinaus gibt es den Leitfaden: https://www.chancengleichheit.lwl.org/media/filer_public/2c/eb/2ceba658-a0c8-40fe-9b36-4783670560ec/lwl_leitfaden_geschlechtliche_vielfalt_stand_032025.pdf
Victoria Die Ausstellung besteht aus Roll-Up Bannern mit weiterführenden QR-Codes.
Foto: LWL
Pressekontakt
Julia Bütow, LWL-Klinikum Marsberg, Telefon 02992 601-1303, julia.hollwedel@lwl.org und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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