15.01.26 | Kultur Bildung für nachhaltige Entwicklung
Textilwerk in Bocholt wurde zertifiziert
Viele Programme im Textilwerk sind darauf ausgerichtet, Kinder und Jugendliche für einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren.
Foto: LWL
Im Zuge des Zertifizierungsverfahrens hat das LWL-Museum das gesamte Spektrum der insgesamt 19 verschiedenen Bildungsangebote vom Kindergarten bis zur Oberstufe gemäß der Bildung für nachhaltige Entwicklung überarbeitet. So werden zum Beispiel Kita-Kinder bei den Programmen "Wolly und Dolly - Natürlich färben mit Lebensmitteln" oder "Kraut und Rüben - Jahreszeiten im Arbeitergarten" spielerisch an einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen herangeführt. Für die Sekundarstufe stehen Themen wie Energiegewinnung ("Kraft und Kohle - Energie(n) freisetzen") oder soziale Gerechtigkeit ("Weniger Arbeit, mehr Geld! - Gibt es eine gerechte Bezahlung?") im Fokus.
Das Textilwerk ist nach der Zeche Nachtigall in Witten bereits das zweite Museum im Verbund der LWL-Museen für Industriekultur mit BNE-Zertifizierung. "Unsere ehemaligen Produktionsorte standen 200 Jahre lang für Wohlstand, aber auch für Ressourcenverbrauche und erhebliche Umweltbelastungen", erklärt Dr. Kirsten Baumann, Direktorin der LWL-Museen für Industriekultur. "Heute nutzen wir als Museum die Chance, genau an diesen Orten aktuelle Themen in ihrer historischen Entwicklung zu veranschaulichen und unseren Besuchenden die Kompetenzen für ein verantwortungsvolles Handeln zu stärken. Die BNE-Zertifizierung ist ein wichtiger Baustein in dieser strategischen Ausrichtung."
Dass das Textilwerk mit seinen Angeboten richtig liegt, zeigen die Zahlen: 2025 wurden 960 Programme mit rund 11.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gebucht. Ausführliche Informationen zu den Angeboten finden sich auf der Internetseite des Museums: https://textilwerk.lwl.org/de/fuehrungen/schulen-und-kitas/. Auf Wunsch können auch Flyer angefordert werden.
Mehr Informationen zur BNE-Zertifizierung unter https://bne.nrw.
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Zu allen Pressemitteilungen des LWL Zu allen Pressemitteilungen dieser LWL-Einrichtung