09.01.26 | Psychiatrie Wie sage ich's den Eltern?
Tobi Katze liest im LWL-Universitätsklinikum Bochum aus seinem Buch und begeistert
Wortgewaltig und sehr nahbar: Tobi Katze auf seiner Lesung im LWL-Universitätsklinikum Bochum.
Bild: LWL/Rosa Sommer
"Morgen ist leider auch noch ein Tag. Irgendwie hatte ich von meiner Depression mehr erwartet" heißt sein Buch, aus dem er eine Stunde lang vor vollem Saal mit viel Ausdruckskraft und Emotionen vorlas. Duschen, weil man das so macht, Therapie im Gewächshaus, Kochen im Bett und kein westfälischer Geburtstag ohne Kuchen - Tobi Katze nahm das Publikum mit auf eine Reise durch (s)eine autofiktionale Krankheitsgeschichte. Und so war dann auch die Resonanz:
"Ich fand das sehr interessant, weil ich mir nie richtig vorstellen konnte, wie sich so eine psychische Erkrankung anfühlt", sagte ein junger Besucher.
"In meiner Familie ist jemand an Depression erkrankt und ich beschäftige mich mit dem Thema. Ich möchte nicht die falschen Fragen stellen, aber doch Interesse und Bereitschaft zeigen", erzählte eine andere Zuhörerin.
"Als er vom Gespräch mit seinen Eltern erzählt hat, hatte ich fast Pipi in den Augen", ergänzte eine Betroffene.
Dass Lesen bildet, bereichert und verbindet und sogar in andere Lebens-Welten entführen und neue Perspektiven vermitteln kann, steht auch für die Besuchenden des Bücher-Cafés außer Frage. Dank einer großzügigen Privatspende stehen seit Eröffnung vor einem Jahr 390 Bücher aus den Genres Roman, Krimi, Thriller, Fremdsprachiges, Sachbuch und Manga zur Ausleihe bereit - kostenlos für 14 Tage ein Buch. Zusätzlich kann im Café gemeinsame Zeit verbracht werden, bei Kaffee und Gebäck, lesend, plaudernd, schweigend oder spielend. Ermöglicht wird dies durch ein Team aus Mitarbeitenden und Patient:innen.
Öffnungszeiten des Bücher-Cafés:
Montag, 14-16 Uhr
Donnerstag, 14-16 Uhr
Freitag, 15-16 Uhr
Weitere Infos: https://uk-bochum.lwl.org/de/kultur-engagement/buchercafe/
Die Lesung hat begeistert: Tobi Katze (Mitte) gemeinsam mit dem Organisationsteam des Büchercafés.
Bild: LWL/Büchercafé
Pressekontakt
Rosa Sommer, LWL-Universitätsklinikum Bochum, Telefon: 015140635802, rosa.sommer@lwl.org und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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