06.01.26 | Kultur Tattoos im Wandel der Zeit
LWL-Museum für Kunst und Kultur präsentiert Kunstwerk des Monats Januar
Das Kunstwerk des Monats Januar ist Michael Smiths "Not Quite Under_Ground" (2017).
Foto: LWL / Hanna Neander
Der in Chicago geborene Video- und Performancekünstler Smith setzt sich in seinen Werken mit dem Effekt zeitgenössischer Populärkultur und der Massenmedien auseinander. In "Not Quite Under_Ground" befasst er sich thematisch mit dem Altern. Inspiriert wurde die Arbeit unter anderem von Smiths Beobachtung, dass sich Tätowierungen von einer gesellschaftlichen Randerscheinung zu einer alltäglichen Form der Körpergestaltung wandelten. Angesichts der Vielzahl älterer Tourist:innen in Münster stellte sich für den Künstler die Frage nach kultureller Teilhabe im Alter.
Zu den Skulptur Projekten ließ Smith 2017 am Hansaring in Münster ein funktionstüchtiges Tattoostudio einrichten. Die Tattoo-Motive wurden von Künstler:innen der damaligen und vorausgehenden Skulptur Projekte entworfen. Um gezielt auch Menschen über 65 Jahre anzusprechen, erhielten diese Menschen die Tätowierung stark vergünstigt. Neben der Installation waren der Gang zum Studio, die Auswahl und das Stechen des Tattoos sowie auch das Überdauern des Tattoos als Erinnerungsstück am Körper Teile des Kunstwerks. Der Titel "Not Quite Under_Ground reflektiert die wachsende Beliebtheit des Tätowierens und die Möglichkeit der Teilhabe für ältere Menschen.
Nach Ende der Skulptur Projekte 2017 erwarb das LWL-Museum Smiths Werk für die eigene Sammlung. Im Zuge einer Neupräsentation der Gegenwartskunst können Besuchende eine Adaption des Tattoostudios nun in der Sammlung des Museums sehen. Ab März erhalten Interessierte an vier Terminen außerdem die Möglichkeit, sich selbst tätowieren zu lassen oder beim Tätowieren zuzusehen. Die genauen Termine und Informationen zur Buchung folgen, Personen ab 65 Jahren bekommen Rabatt.
Am Langen Freitag im Januar (9.1.) findet um 17.30 Uhr eine Tour zum Kunstwerk des Monats mit Kiana Tellen statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Tickets sind online über den Ticketshop oder an der Museumskasse erhältlich. Der volle Text zum Kunstwerk des Monats kann in der Sammlung Online eingesehen werden.
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Romany Schmidt, Telefon 0251 5907-312, romany.schmidt@lwl.org
LWL-Museum für Kunst und Kultur
Tel.: 0251 5907-210Domplatz 10 48143 Münster Karte und Routenplaner
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