19.12.25 | Kultur Nach 17 Jahren an der Spitze: LWL verabschiedet Direktor der Archäologie
v.l.: LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Prof. Dr. Michael M. Rind, Dr. Sandra Peternek und Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann nach der offiziellen Verabschiedung.
Foto: LWL
Im Rahmen einer Veranstaltung im LWL-Römermuseum in Haltern am See wurde auch eine neue Publikation ("Westfalens Archäologie entdecken. Ein Streifzug durch die Jahrtausende") vorgestellt. Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger: "Seit seinem Amtsantritt hat Michael Rind viel bewegt und immer deutlich gemacht, dass Archäologie nicht nur als Wissenschaft betrieben werden kann, sondern dass sie auch als lebendiges Kulturerbe für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden muss." Sie erinnere sich noch heute lebhaft an sein Vorstellungsgespräch 2009.
In Rinds Amtszeit fielen wichtige Schritte der Digitalisierung in Grabung, Forschung und Dokumentation, besucherstarke Ausstellungen in den drei archäologischen Museen des LWL und der Einsatz für den gesetzlichen Schutz der Bodendenkmäler Westfalens.
Publikation in den LWL-Museen erhältlich
LWL-Direktor Lunemann übergab dem scheidenden Wissenschaftler das erste Exemplar der Publikation "Westfalens Archäologie entdecken. Ein Streifzug durch die Jahrtausende", die der LWL zu Rinds Ehren herausgibt.
344 Seiten liefern Einblicke in die Vergangenheit Westfalens. In 90 Texten werfen vor allem Archäologie-Fachleute aus Westfalen den Blick auf spannende Orte, auf Ausgrabungen und Forschungsprojekte aus den vergangenen 17 Jahren.
Der Band veranschaulicht mit zahlreichen Abbildungen, QR-Codes, Karten und einem Zeitstrahl die Einblicke in die Arbeit der LWL-Archäologie. Die vorgestellten Fundplätze reichen zeitlich von der ausgehenden Eiszeit bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Publikation ist ab sofort in den drei archäologischen Museen in Herne, Haltern und Paderborn erhältlich (15 Euro).
Hintergrund
Michael Rind begann mit einem Studium der Klassischen Archäologie und der Ur- und Frühgeschichte an der Universität Münster, betrieb auf seinem Weg zur Habilitation im Jahr 2000 verschiedene Forschungsprojekte und publizierte, hatte Lehraufträge an verschiedenen Universitäten in Deutschland und Österreich. Er war und ist Mitglied in verschiedenen Forschungskommissionen, darunter dem Deutschen Archäologischen Institut und als Vorstand dem Deutschen Verband für Archäologie sowie dem Verband der Landesarchäologien.
Während seiner Amtszeit hat Rind Ausstellungen in den drei archäologischen Museen des LWL initiiert und begleitet, so "AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen", "Schätze der Archäologie Vietnams", "Credo - Christianisierung Europas im Mittelalter". Auch den Ausbau der Römerbaustelle im LWL-Römermuseum hat er vorangetrieben.
Der Archäologiechef hatte sich die Digitalisierung der Arbeit seines Teams auf die Fahne geschrieben: Open Access-Zugang zu den LWL-Publikationen, Umstrukturierung des Zentralen Fundarchivs und weitere Projekte hat er unterstützt und begleitet.
Langjähriger Direktor der LWL-Archäologie für Westfalen, Prof. Dr. Michael Rind.
Foto: LWL
Die LWL-Archäologie gibt zu Ehren von Prof. Rind eine neue Publikation heraus.
Foto: LWL-Archäologie für Westfalen
Blick ins Buch "Westfalens Archäologie entdecken. Ein Streifzug durch die Jahrtausende".
Foto: LWL-Archäologie für Westfalen
Der Streifzug führt Lesende zu verschiedenen Ausgrabungen, Funden und Projekten während Michael Rinds Amtszeit.
Foto: LWL-Archäologie für Westfalen
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Sandra Görtz, LWL-Archäologie für Westfalen, Tel.: 0251 591-8946
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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