26.08.25 | Kultur "Es war einmal in Westfalen"
Ein Trickfilm reist durch 1250 Jahre westfälischer Geschichte
Eine Antiquarin führt als Erzählerin durch den Film und reist anhand verschiedener Medien durch die Zeit.
Bild: LWL
"Um die 1250-jährige Geschichte Westfalens in fünfzehn Minuten dramaturgisch zu verdichten und anschaulich erzählbar zu machen, konzentriert sich der Kurzfilm bewusst auf historische Zäsuren und Wendepunkte.", sagt Prof. Dr. Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen. Seinen Ausgang nimmt der Film im Frühmittelalter zur Zeit der Sachsenkriege, in denen Frankenkönig Karl der Große langjährige Kämpfe gegen den sagenumwobenen Sachsenfürst Widukind führt.
Vom Mittelalter springt der Film in die frühe Neuzeit: Er erzählt, wie sich der Dreißigjährige Krieg auf Westfalen auswirkt und welche bedeutende Rolle der Region zukommt. Die Zeitreise geht weiter zur Neuordnung Europas nach den Napoleonischen Kriegen, die Westfalen 1815 zur preußischen Provinz macht. Ein letzter Zeitsprung führt die Zuschauer in die Zeitgeschichte: Nach dem Zweiten Weltkrieg wird die Provinz Westfalen mit dem Norden der Rheinprovinz und dem Land Lippe zum Bundesland Nordrhein-Westfalen vereinigt.
"Mit dem Animationsfilm möchten wir einen leichten Zugang zur Geschichte Westfalens bieten. Im Jubiläumsjahr kann er zudem einen Impuls geben, sich in Ausstellungen und Kulturveranstaltungen mit der eigenen Region auseinanderzusetzen.", erklärt Felix Dürich, Referent am LWL-Medienzentrum. Als Erzählerin führt eine junge Antiquarin durch den Film, die von der Schauspielerin Milena Straube gesprochen wird. Mit neugierigen Fragen und dem Griff ins Bücherregal reist die Antiquarin zu prägenden Momenten der Geschichte, die im Animationsfilm zum Leben erwachen.
Das Besondere dabei: Mit jedem Sprung in eine neue Zeit wandelt der Film seinen Illustrationsstil - darunter mittelalterliche Buchmalerei, Kupferstiche, politische Cartoons des 19. Jahrhunderts und ein Collage-Stil zur Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit. Den Film illustriert hat der Grafiker und Künstler Niklas Schwartz, der dazu historische Vorlagen in seinem eigenen Zeichenstil adaptiert hat. Bewegt wurden die handgezeichneten Bilder der Schauplätze und Figuren von der Animatorin Sonja Schneider.
"Es war einmal in Westfalen" ist ab sofort auf dem YouTube-Kanal des LWL-Medienzentrums "Westfalen im Film" zu sehen. Ab September läuft der Animationsfilm außerdem in der großen Jubiläumsausstellung "775 - Westfalen" im LWL-Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn. Dort laden zahlreiche Exponate dazu ein, tief in die Geschichte der Region einzutauchen.
Gefördert wurde der Film von der LWL-Kulturstiftung im Rahmen des Kulturprogramms zum Jubiläumsjahr 2025 "1250 Jahre Westfalen". Schirmherr des Kulturprogramms ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Hier geht es zum Animationsfilm: https://westfalen-medien.lwl.org/video/es-war-einmal-in-westfalen/
Seinen Ausgang nimmt der Film im Frühmittelalter und erzählt vom Kampf zwischen Widukind und Karl dem Großen.
Bild: LWL
Der Film vereint verschiedene Illustrationsstile - darunter politische Cartoons aus dem 19. Jh., die von Napoleon und der preußischen Provinz Westfalen erzählen.
Bild: LWL
Das Filmplakat zeigt die Antiquarin als Zeitreisende in der Gewandung verschiedener historischer Epochen.
Bild: LWL
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Zu allen Pressemitteilungen des LWL Zu allen Pressemitteilungen dieser LWL-Einrichtung