26.08.25 | Psychiatrie Wenn Schmerz zur Sprache wird - selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen
Haard-Dialog des LWL-Klinikums Marl-Dortmund bietet Raum für Infos, Fragen und Diskussionen
Beantworten Fragen und geben Tipps: Dr. Rüdiger Haas.
Bild: LWL/Stefan Wieland
Selbstverletzendes Verhalten hat viele Gesichter und nicht nur eine Ursache. Manchmal sind es oberflächlichere oder tiefere Verletzungen der Haut. In anderen Fällen geht es um andere mehr oder weniger sichtbare Schädigungen des eigenen Körpers. Auch die Gründe für dieses Verhalten können ganz unterschiedlich sein.
Warum fügt sich unsere Tochter selbst Schmerzen zu? Diese Frage quält auch Lisas Eltern zunehmend. Die 15-Jährige schneidet sich regelmäßig mit einer Rasierklinge an den Oberschenkeln. Erst fiel das niemandem auf, aber als Lisas Mutter ihre Tochter zufällig im Bad antrifft, entdeckt sie frische und vernarbte Wunden. Lisa weiß eigentlich selbst nicht so genau, warum sie immer wieder diesen Drang spürt, Schmerzen empfinden zu wollen. Sie spricht von einem Gefühl der Empfindungslosigkeit, das sich nach und nach immer weiter steigere, bis sie es durch einen gezielten Schmerz durchbrechen könne. Schließlich entscheidet die Familie gemeinsam mit Lisa, Hilfe in der LWL-Haardklinik zu suchen.
Was steckt hinter dem Drang dieser jungen Menschen, sich selbst zu verletzen? Wie sollten wir Betroffene darauf ansprechen? Wann ist es Zeit, sich therapeutische Hilfe zu suchen? Und wie können wir im familiären oder sozialen Umfeld angemessen reagieren? Diese und viele weitere Fragen klären der Ärztliche Direktor des LWL-Klinikums Marl-Dortmund - Haardklinik, Dr. Rüdiger Haas, und die geschäftsführende Oberärztin Dr. Carolin Wilker. Wie immer gibt es viel Raum für Nachfragen und Diskussionen.
Termin:
Haard-Dialog
Wenn Schmerz zur Sprache wird - selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen
Haard-Dialog des LWL-Klinikums Marl-Dortmund bietet Raum für Infos, Fragen und Diskussionen
Dienstag, 9. September, 18.30 bis 20 Uhr
Festsaal des LWL-Klinikums Marl-Dortmund - Haardklinik
Halterner Straße 525, 45770 Marl
Der Eintritt ist frei.
Um Voranmeldung wird gebeten unter Tel.: 02365 802-0.
Hintergrund
Mit der Veranstaltungsreihe "Haard-Dialog" bietet das LWL-Klinikum Marl-Dortmund - Haardklinik interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, unter anderem mehr über psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zu erfahren, Therapiemöglichkeiten kennenzulernen und mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen, ohne sich vorher in "Arztsprache" üben zu müssen.
Dem LWL-Klinikum Marl-Dortmund - Haardklinik sind sechs Tageskliniken angegliedert. Sie befinden sich in Recklinghausen, Herne, Bottrop, Coesfeld, Borken und Gronau.
Beantworten Fragen und geben Tipps: Dr. Carolin Wilker.
Bild: LWL/Kerstin Seifert
Pressekontakt
Kerstin Seifert, LWL-Klinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Marl-Dortmund - Haardklinik, Tel.: 02365/802-2126, E-Mail: kerstin.seifert@lwl.org
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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