11.01.23 | Psychiatrie Behandlungserfolge in der Suchtmedizin
Fachtagung in der LWL-Klinik Dortmund
Dr. Gerhard Reymann, Chefarzt der Abteilung Suchtmedizin der LWL-Klinik Dortmund, lädt zusammen mit der Bundesdirektorenkonferenz zur Tagung ein.
Foto: LWL/Herstell
Themen sind u.a. die "Versorgungsrealität in der Großstadt nach drei Jahren Pandemie" sowie der aktuelle Stand der Cannabis-Legalisierung. Mit Blick auf den demografischen Wandel geht es um Hilfsangebote für "ältere abhängigkeitskranke einsame Männer", aber auch das Problem Glücksspiel wird thematisiert.
Dr. Gerhard Reymann, der als Chefarzt der Suchtabteilung der Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Dortmund die Tagung ausrichtet, sagt: "Viele Bürgerinnen und Bürger verlieren weite Teile ihrer freien und selbstbestimmten Lebensführung aufgrund der Entwicklung von Abhängigkeitserkrankungen. Für viele wird der Konsum legaler oder illegalen Suchtmittel aber auch von Glücksspiel zu einem Problem, das die gesamte weitere Biographie zu prägen droht."
Mut würden neue Behandlungsformen und immer bessere Kooperationen zwischen Berater:innen, Behandler:innenn und der Selbsthilfe machen, so Reymann. So gebe es immer mehr präventive Angebote, wie an der LWL-Klinik beispielsweise eine ambulante Behandlung für Menschen, die zu viel Alkohol trinken, aber noch nicht qua Definition abhängig sind. Reymann: Es soll damit es gar nicht erst zu einer Sucht kommen.". Auch würde es immer mehr Angebote geben, die speziell auf ältere Menschen zugeschnitten sind.
Veranstalter der Tagung ist der Arbeitskreis Sucht der Bundesdirektorenkonferenz, "Verband leitender Ärztinnen und Ärzte der Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie (BDK) e.V.". Der Arbeitskreis engagiert sich für den Erhalt und den bedarfsgerechten Ausbau einer klinischen Versorgung psychisch kranker Menschen. Unter den Teilnehmern und Teilnehmerinnen sind Ärzte, Suchttherapeut:innen, Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen und Pflegende.
Für Reymann ist die Veranstaltung besonders bedeutend, da er sich mit ihr als Chefarzt der Abteilung für Suchtmedizin und als stellvertretender Ärztlicher Direktor der LWL-Klinik Dortmund nach fast 30 Jahren in den Ruhestand verabschiedet.
Pressekontakt
Angelika Herstell, LWL-Klinik Dortmund, Telefon: 0231 4503-3855 und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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