07.11.22 | Kultur Die Geschichte der Schubschifffahrt auf dem Rhein
Vortrag im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg
Schubverband auf dem Rhein.
Foto: Alfred Derks
120 Jahre lang prägten große Raddampfschlepper die Schifffahrt auf dem zweitlängsten Fluss im deutschen Sprachraum. In kilometerlangen Schleppzügen zogen sie die Schleppkähne zu deren Zielhäfen. Während des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs der Bedarf der Ruhrindustrie an Eisenerz enorm, so dass das System Schlepper-Schleppkahn an seine Grenzen stieß. Durch seinen hohen Personalaufwand und die Komplexität war es den Anforderungen nicht mehr gewachsen.
Die Lösung fand man in der leistungsfähigeren Schubschifffahrt. Schon seit Beginn des Jahrhunderts schoben in den USA Raddampfer vorgespannte Schuten und bildeten kompakte Einheiten, die auch mit wenig Personal bedient werden konnten. Auch in Deutschland hatte es in den 1930er und 1940er Jahren erste Versuche mit dieser Transportmöglichkeit gegeben. Mit der Indienststellung des Schubbootes Wasserbüffel im Herbst 1957 veränderte sich die Schifffahrt auf dem Rhein. Bis heute ist die Schubschifffahrt nicht mehr von den europäischen Wasserstraßen wegzudenken.
Der Eintritt ist frei. Eine Reservierung ist nicht erforderlich
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Dr. Arnulf Siebeneicker, Telefon: 02363 9707-0, schiffshebewerk@lwl.org.
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