18.10.22 | SozialesInterview mit LWL-Sozialdezernent Matthias Münning zu Vorwürfen, im Münsterland fehlten Wohnheim-Plätze für Menschen mit wesentlichen Behinderungen
Herr Münning, am Dienstag (18.10.) demonstrierten Menschen aus dem Münsterland vor dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster. Worum geht es?
Es geht um hochqualifizierte Betreuung für schwer- und mehrfach behinderte Menschen, dafür sollen ausreichend Angebote zur Verfügung stehen - dieser Auffassung sind wir auch.
Es ist von langen Wartelisten die Rede.
Wir setzen diese Menschen nicht einfach auf eine Liste, sondern wir sprechen mit ihnen und machen Gesprächsangebote, und zwar jedem einzelnen - auch denen, deren Eltern hier demonstriert haben. Der eine braucht sofort ein Angebot, die andere braucht es in zwei oder fünf Jahren. Und das kann sich auch plötzlich ändern. Sie sehen, die Planung ist kompliziert. Meine Bitte: beim LWL melden und mit uns reden.
Auf der Demonstration hieß es, der LWL wolle sparen und finanziere darum schon lange nicht mehr genug Angebote in Wohnheimen, sondern baue diese Plätze ab.
Die Behauptungen sind aus drei Gründen so nicht richtig:
1. Die Zahlen sprechen dagegen. Im Kreis Warendorf gibt es derzeit 866 Angebote für Bürger:innen mit intensiven Hilfebedarfen. Im Kreis Steinfurt sind es 1.242 Angebote. Wir haben diese Angebote auch nicht abgebaut.
Und ja, der Bedarf ist noch größer, deswegen sind für den Kreis Warendorf 87 und für den Kreis Steinfurt 23 Angebote in der Umsetzung.
2. Wenn es so wäre, dass wir nur Geld sparen wollten, dann müssten unsere Ausgaben ja sinken. Tun sie aber nicht, im Gegenteil. Warum? Weil wir immer mehr Menschen versorgen. Und weil wir uns die Vorstellungen, wie jemand leben will, mit jedem einzelnen angucken. Bei intensiven Angeboten mit rund 50.000 Euro im Jahr - das kann aber auch 20 Mal so viel sein - es kommt immer auf den Einzelfall an.
3. Für uns ist es keine Frage von Heim oder Ambulant, sondern: was ist für den einzelnen Menschen mit Behinderung das Richtige?
Die Eltern von Menschen mit Behinderungen sehen das oft anders.
Verständlich, dass manche Eltern sagen: Das wissen wir am besten, wir wollen die umfassendste Betreuung, die es gibt. Und auch ein Heimträger wird meistens sagen: Das Heim ist das Beste, was Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter passieren kann.
Und ist es das nicht auch?
Wir haben eben auch andere Erfahrungen gemacht. Wir fragen, soweit das geht, die Menschen mit Behinderungen selbst, und zwar jeden einzelnen: Was kannst Du Dir vorstellen? Was sind Deine Ziele? Das bedeutet etwas Neues, das verunsichert, aber wir machen die Erfahrungen, dass Menschen mit schwersten Behinderungen lernen, in den eigenen vier Wänden zu leben, und die Eltern sagen: Das hätten wir uns vorher nicht vorstellen können. Der LWL muss dafür die Bedingungen schaffen, und das tut er auch. Denn Inklusion ist das, was die UN-Behindertenrechtskommission will und was der Gesetzgeber will und was der LWL will: Die Menschen mit Behinderungen sollen stärker wählen können, wie sie leben.
Achtung Redaktionen: Zur Ihrer Information haben wir Ihnen eine Übersicht über die intensiv-Angebote im Münsterland (s. Online-Version dieser Pressemitteilung - über den Link oberhalb dieser Mail erreichbar) angehängt.
Haben Sie Probleme das PDF-Dokument zu lesen? Dann wenden Sie sich bitte unter presse@lwl.org an die LWL-Pressestelle. Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Ein Beispiel, wie hochqualifizierte Betreuung für schwer- und mehrfach behinderte Menschen auch in der eigenen Wohnung funktionieren kann, finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=3Vi0-MX0zV4
Gern vermitteln wir ein Beispiel in Ihrem Berichtsgebiet.
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000
Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen,
20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für
Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten-
und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit
wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen
Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die
Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein
Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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