05.10.22 | Kultur "Im Dialog mit Haus Uhlmann"
Neuveröffentlichung zu Besucherreaktionen im LWL-Freilichmuseum Detmold
Im Dialog mit Haus Uhlmann: (v.l.) Silke Wilmsmeier, Dr. Marie Luisa Allemeyer, Ulrich Schmidt, Philipp Loss, Anne Loss, Angela Josephs, Ralf Loss, Günter Vogt und Prof. Dr. Jan Carstensen stellen die neue Publikation des LWL-Freilichtmuseums Detmold vor.
Foto: LWL/Stuke
Im Mittelpunkt des Buches stehen viele Kommentaren von Besucher:innen, die seit 2007 an der "Dialogwand" im Haus Uhlmann gesammelt wurden. Museumsgäste jeden Alters haben hier bis 2020 über 10.000 Rückmeldungen auf die museale Präsentation in diesem Haus hinterlassen.
Das Jahr 2021 erinnerte als Gedenkjahr daran, dass seit 1700 Jahren Menschen jüdischen Glaubens in der Verwaltung des Alltagslebens mitwirken und Teil der Gemeinschaft sind. Für die "Freunde des LWL-Freilichtmuseums Detmold" und das LWL-Freilichtmuseum Detmold war das der Anlass gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit eine Auswahl der Besucheranmerkungen aus Haus Uhlmann herauszugeben. Dazu nutzen sie eine Stiftung der Familie Loss an die "Freunde" des Museums für die Publikation.
Jetzt hat das Museum die 120-seitige Publikation "Im Dialog mit Haus Uhlmann. Besucherkommentare von 2007 bis 2019 im LWL-Freilichtmuseum Detmold" der Stifterfamilie Loss vorgestellt. "Mit Blick auf den pädagogischen Auftrag des LWL-Freilichtmuseums Detmold lässt sich die Geschichte des Hauses Uhlmann aus Ovenhausen als geradezu einzigartige Chance bezeichnen, die Erinnerung an die jüdische Geschichte des ländlichen Westfalen wach zu halten. Die über mehr als ein Jahrzehnt gesammelten und jetzt herausgegebenen Besucherreaktionen belegen, dass das Dialogangebot verstanden und aufgegriffen wird", sagte der frühere Museumsleiter und Projektinitiatior Dr. Jan Carstensen.
"Im Dialog mit Haus Uhlmann" bietet eine Auswahl aus mehr als einem Jahrzehnt Besucherreaktionen zur Präsentation der ländlichen jüdischen Geschichte im LWL-Freilichtmuseum Detmold mit einordnenden Begleittexten in deutscher und englischer Sprache von Ulrich Schmidt und Gefion Apel sowie ergänzende Literaturhinweise zu Spuren jüdischer Kultur am Museumsstandort Detmold. Zu beziehen ist der Band über den Museumsshop sowie die Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.
Im Dialog mit Haus Uhlmann. Besucherkommentare 2007 bis 2019.
Materialien des LWL-Freilichtmuseums Detmold
Westfälisches Landesmuseum für Alltagskultur Bd. 12
Panu Derech Bd. 29
Schriftenreihe der Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.
Detmold 2022, ISBN 978-3-926160-57-7, 8,90 Euro
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Lisa-Marie Möllering, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Tel. 05231 706-110
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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