29.09.22 | Psychiatrie Ausstellung Kaleidoskop nach Corona-Verschiebung eröffnet
Der Katalog zur Schau findet großen Anklang in der Fachwelt
Gruppenfoto: Bei der Ausstellungseröffnung: Dr. Patrick Debbelt (Ärztlicher Direktor), Sylvia May (Laudatorin, Kunsttherapeutin, forensische Asklepios-Klinik Hamburg) und die Organisatoren Dr. Peter Bettzieche (Kunsttherapeut) und Uli Apolte (Physiotherapeut und studierter Kunsthistoriker)
Foto: LWL
Die Initiatoren und Organisatoren von "Kaleidoskop" sind Dr. Peter Bettzieche, Kunsttherapeut, und Uli Apolte, Physiotherapeut und studierter Kunsthistoriker an der LWL-Klinik Hemer, Hans-Prinzhorn-Klinik. "Vor mehr als vier Jahren haben wir damit begonnen, psychiatrische Kliniken in ganz Deutschland anzuschreiben und darum zu bitten, uns Bilder von Patient:innen als Leihgaben zur Verfügung zu stellen. Fachkollegen begannen damit, Artikel für unseren Katalog zu schreiben. Und dann kam uns Corona dazwischen." Aber verschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben, und so zieht Kaleidoskop nun durch Deutschland. Der Höhepunkt in einer Reihe vieler Bilder- und Objektschauen der HPK: "In den vergangenen 30 Jahren haben wir hier rund 50 Ausstellungen durchgeführt. Dies ist mit Abstand die größte. Sie ist etwas ganz Besonderes und liegt uns sehr am Herzen", sagt Dr. Peter Bettzieche.
Die Ausstellung bietet einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten, wie sich Kunsttherapie sowohl in privaten Praxen, als auch in den Kliniken und in den vermittelnden Hochschulen darstellt.
Zur Vernissage reiste auch Sylvia May aus Hamburg an. Die Kunsttherapeutin der Asklepios-Klinik Nord, die mit Objekten an der Ausstellung beteiligt ist, hielt die Laudatio.
Die Ausstellung kann täglich von 8 bis 18 Uhr besucht werden, Eintritt frei, Adresse: Frönsberger Straße 71, 58675 Hemer
Den Katalog "Kaleidoskop, Vielfalt kunsttherapeutischer Intervention" gibt es im Buchhandel und im Internet und kostet 25,- €
Hans Prinzhorn, der Name verpflichtet: Hans Prinzhorn (1886-1933), der Namensgeber der Klinik, wurde in Hemer geboren. Als Kunsthistoriker, Psychologe, Philosoph und Arzt wurde er weltberühmt durch sein 1922 erschienenes Buch "Bildnerei der Geisteskranken" und durch den Aufbau der "Sammlung Prinzhorn" in der Universität Heidelberg, die ca. 5.000 künstlerische Arbeiten von psychisch kranken Menschen umfasst. Die Klinik fühlt sich daher im besonderen Maße verpflichtet, in ihr Therapieangebot auch die verschiedenen künstlerischen Therapien angemessen einzubeziehen.
Auch die LWL-Klinik Dortmund hat sich mit Kunstwerken beteiligt. Wolfgang Camps, Kunsttherapeut in Dortmund, hat Werke seiner Patient:innen ins Sauerland gebracht.
Foto: LWL
Ein Bild aus der Kunsttherapie: "Afrika", Öl auf Leinwand
Bild: Asklepios-Klinik / Forensik Hamburg
Eine Installation aus der Kunsttherapie: "Dead Girl", Materialkollage
Bild: LWL-Elisabeth-Klinik Dortmund / Kinder- und Jugendpsychiatrie
Pressekontakt
Angelika Herstell, LWL-Klinik Dortmund, Telefon: 0231 4503-3855 und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Zu allen Pressemitteilungen des LWL Zu allen Pressemitteilungen dieser LWL-Einrichtung