29.09.22 | Kultur Hochromantische Klänge und feine Töne
"Volksbank.klassisch" im LWL-Industriemuseum Henrichshütte
Katharina Woesner, Sopranistin
Foto: privat
Mit dem "Vorspiel zu den Meistersingern", wie Richard Wagner selbst das zehnminütige Werk bezeichnete, verweist er auf eine gewisse Alleinstellung gegenüber einer Opern-Ouvertüre. "Die Komposition ist keine reine Präsentation und Kurzvorstellung der zentralen Themen einer Oper", erläutert Johannes Kunze von der RRP, "sie ist vielmehr äußerst vielschichtig, dicht und komplex." So erzielt sie beim Hörer eine starke und mitreißende Wirkung. Vielen wird diese kraftvolle Musik wohl bekannt sein.
Dies trifft auf das folgende Werk von Alban Berg nicht zu. Wer schon einmal von Berg gehört hat, verbindet mit ihm ganz andere Klänge und könnte skeptisch reagieren. Bei den "Sieben frühen Liedern" handelt es sich aber um ein Frühwerk von Alban Berg zu hochromantischer Lyrik, das noch ganz im Geiste spätromantischer Musik entstand, allerdings nicht mehr mit dem großen Klangapparat, sondern sehr subtil sensible Stimmungen mit leisen Tönen erklingen lässt. Sicher unbewusst war Berg aber in gewissem Maße vorausschauend, ja modern, weil die jeweils kurze Dauer der Lieder durchaus den anderen Hörgewohnheiten heutiger Zeit entspricht. Im zweiten Teil des Konzerts erklingt die 4. und letzte Symphonie von Johannes Brahms. Ein Spätwerk, das die menschliche und musikalische Reife des Meisters widerspiegelt.
"Da Volksbank.klassisch fast immer vor ausverkauftem Haus spielt, sollten sich Interessierte mit dem Kartenkauf nicht allzu viel Zeit lassen", so Thomas Alexander von der Volksbank Sprockhövel. Karten gibt es für 17 Euro (ermäßigt 15 Euro) ab Montag (10. Oktober) in den Filialen der Volksbank Sprockhövel-Hattingen.
Nikolaus Müller, Dirigent
Foto: privat
Das Orchester der Rhein-Ruhr Philharmonie
Foto: Rhein-Ruhr Philharmonie
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