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16.09.22 | Kultur Über die wechselseitige Beeinflussung von Schlaf und Arbeitsalltag

"Wandersalon" der Urbanen Künste Ruhr auf der Zeche Hannover

Betty Schiel diskutiert mit weiteren Teilnehmer:innen über das Thema Schlaf.<br>Foto: LWL

Betty Schiel diskutiert mit weiteren Teilnehmer:innen über das Thema Schlaf.
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Bochum (lwl). Wie, wann und wo wir schlafen und was das Schlafverhalten über unsere Gegenwart erzählt, darum geht es bei einem Diskussionsabend am Donnerstag (22.9.) im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt um 18.15 Uhr ein zum Gespräch mit der Schlafwissenschaftlerin und Neurologin Alexandra Correll, Museumsleiter Dietmar Osses, Betty Schiel, Mitglied des Transnationalen Ensembles Labsa, und Britta Peters, künstlerische Leitung der Urbanen Künste Ruhr. Die Kulturinstitution sucht mit ihrem mobilen Diskursformat "Wandersalon" regelmäßig wechselnde Orte im Ruhrgebiet auf. Anknüpfungspunkt der aktuellen Veranstaltung ist die Ausstellung "Vom Schuften und Chillen. Warum wir arbeiten" auf der Zeche Hannover. Gäste können die Schau vor Beginn der Diskussion besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Hintergrund
Der Schlafrhythmus ist von den strukturellen Bedingungen, unter denen Menschen leben, bestimmt. Dazu zählen Arbeitsweisen, die auf den Körper wie auf die psychische Verfassung einwirken, ebenso wie zum Beispiel die klimatischen Umstände. Schlaf ist also keine konstante Größe, sondern eine von der gebauten und gestalteten Umwelt beeinflusste Tätigkeit. Und gleichzeitig eine biologische Notwendigkeit. Wie viele Stunden Schlaf ein Mensch braucht, welche Schlafphasen besonders wichtig sind und was man tun kann, wenn sich der Schlaf partout nicht einstellen will, erforschen Wissenschaftler:innen seit Jahrzehnten.

In der durchökonomisierten, auf Effizienz und permanente Verfügbarkeit getrimmten Lebenswelt scheint die Beziehung zum Schlaf dabei zunehmend widersprüchlich: Einerseits könnte man ihn als unproduktiven Störfaktor ansehen, den es zu optimieren gilt, gleichzeitig wohnt ihm das subversive Potential der Unterbrechung, der Pause und der Verweigerung inne.

Pressekontakt

Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127

presse@lwl.org

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Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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