08.09.22 | Kultur Durch Raum und Zeit
Tag des offenen Denkmals im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Einen Blick in die Tiefe können Besucher am Tiefbauschacht "Hercules" riskieren.
Foto: LWL / Hudemann
In den 1970er Jahren übernahm die Denkmalpflege als neues Aufgabenfeld die Erhaltung von Industrie und Technik. Die ruinösen Tagesanlagen von Nachtigall - einer der ersten Tiefbauzechen an der Ruhr - galten nun als erhaltenswert. So hat der LWL die Bauten seit den frühen 1980er Jahren restauriert. Heute zeigt das LWL-Industriemuseum in Ringofenanlage, Maschinenhaus und auf dem Gelände Ausstellungen. In einer offenen Führung um 14.30 Uhr erleben Besucher:innen unter dem Motto "Durch Raum und Zeit" die Zeche Nachtigall im Wandel. Beginnend mit dem ersten Abbau von Kohle aus einer Kohlenbank im Jahr 1714, entwickelte sich das Bergwerk ab 1832 zur ersten und zeitweise größten Tiefbauzeche im Ruhrgebiet. Die technischen Fortschritte im Zeitalter der Industrialisierung, die Weiterentwicklung des Verkehrswesens, ständige Probleme mit der Wasserhaltung aber auch die vorhandenen Bodenschätze führten noch Ende des 19. Jahrhunderts zu einer neuen Bestimmung: Aus der Zeche wurde eine Ziegelei. Der Rundgang informiert von den Anfängen des Ruhrbergbaus bis hin zur heutigen Nutzung der Zeche Nachtigall.
Von 10.30 bis 16.30 Uhr gibt es stündlich Führungen durch das Besucherbergwerk Nachtigallstollen. Die Führungen ins Bergwerk kosten 3 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder (Zutritt ab fünf Jahren).
Zum 20-jährigen Jubiläum des Gruben- und Feldbahnmuseums Zeche Theresia pendelt am Sonntag die Muttentalbahn zwischen dem Parkplatz Nachtigallstraße und dem Museum. Genau Fahrzeiten unter: http://www.muttenthalbahn.org/de/termine
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Cindy Dumlupinar, LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall, Tel. 02302 93664-20
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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