07.09.22 | Kultur Augustinus von Hippo: Zwischen Antike und Mittelalter
Vortrag von Rudolf Henneböhl im Kloster Dalheim
Jahrhunderte alt und noch top aktuell: Nicht nur die Augustiner-Chorherren in Dalheim richteten sich nach der Ordensregel, die auf Augustinus von Hippo (354-430) zurückgeht. Bis heute bestimmt die Schrift das klösterliche Zusammenleben vieler Orden! Dieses Exemplar aus dem Jahr 1483 stammt aus dem Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal, Österreich.
Foto: Gerfried Sitar, Stift St. Paul / Österreich
Der ehemalige Rhetoriklehrer Augustinus trat nach einem Bekehrungserlebnis zum Christentum über und wurde später zu einem der bedeutdendsten christlichen Autoren. Er verfasste die Augustiner-Ordensregel, die bis heute das klösterliche Zusammenleben vieler Gemeinschaften bestimmt. Es ist auch sein Verdienst, dass das Lateinische als Sprache ins westliche Christentum einging und auf diese Weise weiterhin Verbreitung fand.
Unter dem Titel "Zwischen Antike und Mittelalter" referiert Rudolf Henneböhl im einstigen Augustiner-Chorherrenstift Dalheim über das Leben und die Werke des Heiligen. Darin geht er auf die Rolle von Augustinus sowohl in der Philosophie und Theologie als auch auf seine geistesgeschichtliche Rolle als Vermittler zwischen den Epochen ein.
Der Referent ist Autor, Verleger und Lehrer für Latein, katholische Religionslehre und Philosophie. Im Jahr 2005 gründete er den Ovid-Verlag und gibt seither lateinische Schulliteratur heraus.
Der ca. 45-minütige Vortrag findet im Vortragsraum des LWL-Museums statt und ist Teil der Vortragsreihe zur Sonderausstellung "Latein. Tot oder lebendig!?", der Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur in Kooperation mit dem Verein der Freunde des Klosters Dalheim e.V. Der Museumseintritt und die Teilnahme am Vortrag sind frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Stiftung Kloster Dalheim
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