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19.07.22 | Kultur Ziegel im Sekundentakt

Industriemuseum produziert 15.000 Rohlinge

15.000 Ziegelrohlinge laufen an den Produktionstagen in Lage vom Band.<br>Foto: LWL/Tegeler

15.000 Ziegelrohlinge laufen an den Produktionstagen in Lage vom Band.
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Lage (lwl). Zum Ende der Sommerferien nimmt das Industriemuseum Ziegelei Lage wieder seine Maschinenziegelei in Betrieb. An sechs Produktionstagen werden im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) 15.000 Rohlinge hergestellt. Vom Lehmtransport in Loren bis zur Einlagerung der Ziegelrohlinge in die Trockenhorde können Besucher:innen alle Produktionsschritte miterleben.

Zunächst können Gäste am Sonntag (24.7.) und Mittwoch (3.8.) jeweils von 11 bis 17 Uhr beobachten, wie der alte Eimerkettenbagger in nur 15 Minuten eine Tonne Lehm in die Loren schaufelt. Die gefüllten Loren werden an den Produktionstagen (Freitag bis Sonntag, 29.7. bis 31.7. und 5.8. bis 7.8.) mit einer Seilwinde in das Maschinenhaus hochgezogen. Danach beginnen die Walzen des tonnenschweren Kollergangs, den Lehm fein zu mahlen und bringen dabei das gesamte Maschinenhaus zum Beben. Über Förderbänder gelangt das Gemenge in die Strangpresse. Sie formt einen kontinuierlichen Strang aus Ton, von dem stündlich mehrere hundert Ziegel abgeschnitten werden. Die Maschinenziegelei ist jeweils von 11 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr in Betrieb. Der Lorentransport erfolgt jeweils vorher ab 10 bzw. 14 Uhr.

Die Rohlinge werden im Laufe des Jahres getrocknet und zum nächsten Museumsfest im kommenden Jahr im historischen Ringofen des Ziegeleimuseums gebrannt. Die fertigen Ziegelsteine verkauft das Museum anschließend an Museen und Privatleute für die Restaurierung historischer Gebäude.

Klackend zerteilt der Abschneider den Tonstrang in einzelne Rohlinge. Besucher:innen können dem Museumsteam - hier im Bild Vorführerin Silke Schäfer - bei der Arbeit zusehen.<br>Foto: LWL/Hudemann

Klackend zerteilt der Abschneider den Tonstrang in einzelne Rohlinge. Besucher:innen können dem Museumsteam - hier im Bild Vorführerin Silke Schäfer - bei der Arbeit zusehen.
Foto: LWL/Hudemann

Die tonnenschweren Walzen des alten Kollergangs zermahlen den Lehm zu einer feinen Masse.<br>Foto: LWL/Tegeler

Die tonnenschweren Walzen des alten Kollergangs zermahlen den Lehm zu einer feinen Masse.
Foto: LWL/Tegeler

Die gefüllten Loren werden mit einer Seilwinde in das Maschinenhaus hochgezogen.<br>Foto: LWL/Hudemann

Die gefüllten Loren werden mit einer Seilwinde in das Maschinenhaus hochgezogen.
Foto: LWL/Hudemann

Pressekontakt

Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Jan Grote, LWL-Industriemuseum, Ziegeleimuseum Lage, Tel. 05232 9490-22

presse@lwl.org

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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