05.07.22 | Kultur Gesucht : Kleiner Fuchs, Faulbaum-Bläuling und Landkärtchen
Aufruf für Bioblitz 2022 - Tagfalter melden
Insekten wie der C-Falter sollen möglichst von vielen Menschen beobachtet und in der App OBsIdentify erfasst werden.
Foto: Jan Ole Kriegs
Tagfalter sammeln Nektar und Pollen von Blütenpflanzen und gehören somit zu den Bestäubern. Die Intensivierung der Landwirtschaft und die Trockenlegung von Wiesen bereiten den Faltern Probleme, da ihr Nahrungsangebot eingeschränkt wird. Umso wichtiger ist es, die Entwicklung der Falterpopulationen zu beobachten, um auf Grundlage der Ergebnisse Schutzmaßnahmen entwickeln zu können.
Klimawandel und Forschung
"Der Klimawandel führt dazu, dass sich manche Arten wie z.B. der Kaisermantel oder das Waldbrettspiel ausbreiten. Auch hierzu können Bürgerwissenschafler:innen wertvolle Daten für die Wissenschaft liefern", sagt Armin Dahl, Schmetterlingsexperte von der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. "Die gesammelten Daten werden für die Forschung und den Naturschutz genutzt. Dazu kann man seine Beobachtungen ganz einfach bei Observation.org speichern oder die App ObsIdentify benutzen. Alle Daten gehen automatisch in den BioBlitz 2022 ein."
Was lässt sich beobachten?
Die Faltersaison beginnt schon im Mai, wenn die Falter aus ihren Puppen schlüpfen. Nur eine Handvoll Arten wie zum Beispiel der Zitronenfalter oder der Kleine Fuchs sind fast ganzjährig im Falterstadium zu beobachten. Von einigen Tagfalterarten kann man im Jahr sogar zwei Generationen beobachten. So lässt der Braune Feuerfalter seine erste Faltergeneration schon Anfang Mai und die zweite Generation ab Anfang Juli fliegen. Auch beim Mauerfuchs, Faulbaum-Bläuling und Landkärtchen läuft es so ähnlich ab.
Bürgerwissenschaftliches Engagement
Durch die Beteiligung an dem BioBlitz 2022 können alle naturkundlich interessierten Laien durch das bürgerwissenschaftliche Internet-Portal Observation.org zur Erforschung der biologischen Vielfalt im Allgemeinen und der Erforschung der Tagfalter im Speziellen beitragen, indem sie ihre Beobachtungen auf der internationalen Plattform speichern. Durch die automatische Foto-Bestimmungsfunktion der App kann jede:r Interessierte teilnehmen, auch ohne Artenkenntnis. Die Daten können bei jedem Spaziergang durch die Natur oder im eigenen Garten gesammelt werden. Oder Interessierte nehmen teil an Aktionen der regionalen Partner des Bioblitzes.
Zum Beispiel bietet das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) im Rahmen seiner "Artenakademie" verschiedene Exkursionen an, bei der gezielt Tier und Pflanzen erfasst werden. Die Artenakademie findet statt mit Unterstützung der Stiftung Münster der Sparda-Bank West.
Weitere Informationen unter:
http://www.bioblitze.lwl.org | https://observation.org/
Interessierte finden die Ergebnisse der Bioblitze 2022 hier:
https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022
Fragen beantwortet:
germany@observation.org
Der Schmetterling mit Namen Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter ist unter anderem auf blütenreichen Waldlichtungen zu finden.
Foto: Jan Ole Kriegs
Der Hauhechel Bläuling ist innerhalb seiner Familie der Bläulinge die am häufigsten verbreitete Art.
Foto: Marie Mohr
Falter, wie der Große Kohlweißling, können in dieser Jahreszeit beobachtet werden.
Foto: Marie Mohr
Der Kleine Feuerfalter ist in locker bewachsenen und offenen Gegenden zu finden.
Foto: Jan Ole Kriegs
Der Kleine Kohlweißling gehört zu den in Mitteleuropa am häufigsten vorkommenden Tagfaltern.
Foto: Jan Ole Kriegs
Sein Name klingt wie der eines Vogels und doch handelt es sich bei dem Kleinen Eisvogel um einen Schmetterling.
Foto: Jan Ole Kriegs
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066
LWL-Museum für Naturkunde
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Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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