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02.06.22 | Kultur Henrich Lehn junior zu Besuch in Hattingen

"Die Fotografien meines Vaters sind Geschichtsdokumente"

Sammlungsgeber und prominenter Ausstellungsbesucher Heinrich Lehn jun. (2. v.l.) mit seiner Frau Heike Lehn (l.) im Kreis des Ausstellungsteams mit Museumsleiter Robert Laube (m.), sowie dem Kuratorenduo Stephan Sagurna (2.v.r.) und Delia Pätzold (r.).<br>Foto: LWL / Glagla

Sammlungsgeber und prominenter Ausstellungsbesucher Heinrich Lehn jun. (2. v.l.) mit seiner Frau Heike Lehn (l.) im Kreis des Ausstellungsteams mit Museumsleiter Robert Laube (m.), sowie dem Kuratorenduo Stephan Sagurna (2.v.r.) und Delia Pätzold (r.).
Foto: LWL / Glagla
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Hattingen (lwl). Am Freitag (27.5.) besuchte Heinrich Lehn jun. anlässlich seines 87. Geburtstages die Fotoausstellung seines Vaters Heinrich Lehn (1902 - 1976), die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zur Zeit in seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen zeigt. Die Ausstellung "Menschen an der Ruhr. Heinrich Lehn und sein fotografischer Kosmos" ist ein Kooperationsprojekt zwischen LWL-Industriemuseum und LWL-Medienzentrum für Westfalen und zeigt ausgewählte Aufnahmen des Wickeder Fotografen, der als ambitionierter Fotoamateur das Leben an der Ruhr und die Umbrüche seines Heimatortes festhielt.

Die Fotografien Heinrich Lehns zeigen Kompositionen von Ortsbild, Natur, Arbeit und Mensch. Die Ausstellung beschäftigt sich mit unterschiedlichen Aspekten: dem Durchbruch einer ästhetisch anspruchsvollen Amateurfotografie und dem kulturgeschichtlichen Wandel einer Gemeinde an der Ruhr, sowie mit der nationalsozialistischen Machtinszenierung in Westfalen und der Nachhaltigkeit dieses Geschichtsbildes in der öffentlichen Wahrnehmung.

"Die Fotografien meines Vaters sind Geschichtsdokumente", betont Heinrich Lehn jun.. "Wie soll die jüngere Generation denn sonst davon erfahren?", fragt er und spielt dabei auf die problematische Zeit des Nationalsozialismus an, die in dieser Ausstellung mit Fotografien seines Vaters kritisch reflektiert wird.
Der Jubilar, der nur seine Kindheit und Jugend an der Ruhr verbrachte, war eigens aus Süddeutschland für den Ausstellungsbesuch angereist. Nachdem die über 700 Fotografien seines Vaters lange Jahre im Bildarchiv des LWL-Medienzentrums schlummerten, präsentiert die Hattinger Ausstellung erstmals eine Auswahl von 60 Motiven. "Mit dieser Ausstellung und der Präsentation bin ich sehr glücklich; immerhin habe ich meinem Vater damals immer wieder mal in der Dunkelkammer beim Fixieren und Wässern der Bilder und Negative geholfen", erinnert sich Lehn jun.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 26. Juni 2022 im LWL-Industriemuseum Henrichshütte.

Pressekontakt

Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127

presse@lwl.org

LWL-Museum Henrichshütte

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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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