01.06.22 | Kultur "Coolness" - Textilwerk Bocholt zeigt Inszenierung von Mode im 20. Jahrhundert
Blick in die Ausstellung "Coolness. Inszenierung von Mode im 20. Jahrhundert".
Foto: LWL/ Betz
Ausgestellt sind etwa 300 Exponate von den 1910er-Jahren bis heute, darunter viele zeitgenössische Kleidungsstücke und Accessoires. Neben "coolen" Jeans von Marken wie Levi's, Lee und Wrangler sind auch Anzüge von Jean Paul Gaultier und Giorgio Armani sowie Haute-Couture-Kleider von Dior zu sehen. Zusätzlich vermitteln Fotos, Filmmaterial und Musik Haltung und Emotionen von Coolness im letzten Jahrhundert.
"Eigentlich begann die Verbreitung des Begriffs 'cool' erst Mitte der 1950er mit Miles Davis' Jazzalbum 'Birth of the Cool'. Aber schon seit den 1920er-Jahren lässt sich auf den jeweiligen gesellschaftlichen Bühnen der Zeit eine coole Mentalität beobachten", erklärt Kuratorin Marie Helbing vom Textilwerk Bocholt. Ausgedrückt wurde und wird die kühl und distanziert wirkende Haltung besonders durch Kleidung. So gilt etwa die Lederjacke als "cooles" Kleidungsstück schlechthin. Marie Helbing: "Wer sie trägt, hofft, dass etwas von der Aura des Objektes auf ihn oder sie abstrahlt."
Kooperation
"Coolness. Inszenierung von Mode im 20. Jahrhundert" wurde in Kooperation mit dem Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) entwickelt. Erweitert wird die Ausstellung durch eine Soundinstallation, erstellt von Studierenden des Fachbereichs "Design, Lehrgebiet Ton- und Klanggestaltung" der Fachhochschule Dortmund unter der Leitung von Prof. Jörg Lensing.
Eröffnung
Bei der Vernissage am Freitag (3.6.) um 18 Uhr in der Skylounge der Spinnerei, Industriestraße 5, begrüßt Andreas Suermann, stellvertretender Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung, die Gäste. Nach einem Grußwort von Bürgermeister Thomas Kerkhoff steht eine Talkrunde zur Ausstellung auf dem Programm. Mit dabei sind Dr. Karl Borromäus Murr, Direktor des Staatlichen Textil- und Industriemuseums Augsburg (tim), sowie Marie Helbing und Martin Schmidt als Kurator:innen vom Textilwerk Bocholt. Für die passende Musik sorgen "The Roaring Fourties". Der Eintritt ist frei.
Führungen
Familienführung "Schauen, Staunen, Spüren" jeweils 14 Uhr an folgenden Sonntagen:
19.6. | 18.9. (nur Eintritt)
Öffentliche Führungen jeweils um 14 Uhr an folgenden Sonntagen:
29.5. I 12.6. I 24.7. I 14.8. I 11.9. I 9.10. I 30.10. (nur Eintritt)
Führung in Gebärdensprache am 17.9. um 15 Uhr (nur Eintritt)
Kuratorenführung mit einem Glas Sekt jeweils um 18 Uhr an folgenden Donnerstagen:
23.6. | 25.8. | 20.10. (8 Euro, inkl. Eintritt)
Gruppenführungen
ca. 60 Minuten (40 Euro zzgl. Eintritt)
Coolness
Inszenierung von Mode im 20. Jahrhundert
Textilwerk Bocholt
29.5. bis 30.10.2022
http://www.textilwerk-bocholt.lwl.org
Haute Couture Kleid der 1940er-Jahre von Lucile Manguin.
Foto: LWL/ Betz
Die Frau im Anzug verkörpert Lässigkeit, Nüchternheit, Macht und Coolness.
Foto: LWL/ Betz
Die Lederjacke gilt als Klassiker der Coolness.
Foto:LWL/ Betz
Jeans und T-Shirt trugen Ikonen der Coolness wie James Dean.
Foto: LWL/ Betz
Blick in die Ausstellung im Textilwerk Bocholt.
Foto: LWL/ Betz
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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