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24.05.22 | Soziales Menschen mit Behinderung von Pandemie besonders betroffen

Arbeitslosenzahlen trotz Erholung deutlich höher als vor Corona

Arbeitslose Menschen mit einer Schwerbehinderung in Westfalen-Lippe.<br>Grafik: LWL

Arbeitslose Menschen mit einer Schwerbehinderung in Westfalen-Lippe.
Grafik: LWL
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Münster (lwl). "Viele Menschen mit Behinderung sind von der Corona-Pandemie besonders betroffen. Ihre Chancen, am normalen Leben teilzuhaben, wurden oft stark beeinträchtigt", sagte LWL-Sozialdezernent Matthias Münning am Dienstag (24.5.) in einem Corona-Zwischenfazit im LWL-Sozialausschuss in Münster.

Sehr deutlich waren die Auswirkungen bei den Zahlen der arbeitslosen Menschen mit Behinderung, die früh in der Pandemie in Westfalen-Lippe um knapp 2.500 Personen nach oben geschnellt sind. "Trotz einer leichten Erholung sind zur Zeit mit fast 23.900 Menschen mit Behinderung immer noch rund 1.200 mehr arbeitslos als vor der Pandemie. Hier sind weitere Maßnahmen aller Arbeitsmarktakteure gefragt", so Münning. "Das LWL-Inklusionsamt Arbeit dabei setzt mit der Ausweitung der Arbeitgeberberatung Akzente."

Die Werkstätten für behinderte Menschen sind gut durch die bisherige Coronazeit gekommen. "Das ist der intensiven Zusammenarbeit der Landschaftsverbände, des NRW-Sozialministeriums und vor allem den Werkstätten selbst mit guten Hygienekonzepten und konsequenten Impfungen zu verdanken", so Münning. In der Zeit vom 18. März bis zum 10. Mai 2020 galt für die Werkstätten für behinderte Menschen ein Betretungsverbot. Der LWL hat sichergestellt, dass die Werkstattbeschäftigten in dieser Zeit auch außerhalb der Werkstatträume von Werksstattmitarbeitenden betreut wurden. Dafür hat der LWL die Werkstattentgelte weitergezahlt.

Viele Inklusionsbetriebe, also Betriebe in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten und die sich auf dem freien Markt beweisen müssen, standen in der Pandemie vor großen Schwierigkeiten. Einzelne Betriebe, vor allem im Bereich Hotellerie, Gastronomie und Catering, hatten deutliche Umsatzrückgänge bei weiterhin anfallenden Fixkosten und mussten Kurzarbeit anmelden. "Die Maßnahmen des LWL und die vom LWL verwalteten Landes- und Bundesprogramme haben aber zusammen mit den eigenen Anstrengungen der Betriebe Insolvenzen weitgehend vermeiden können und bieten somit die Basis für ein erneutes Durchstarten nach dem Ende der Pandemie", so Münning.


Die Berichtsvorlage finden Sie hier: https://www.lwl.org/bi-lwl/vo020.asp?VOLFDNR=9556

Pressekontakt

Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

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Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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