18.05.22 | Kultur Vortrag im LWL-Museum für Naturkunde
Der Versteinerte Wald von Chemnitz
Prof. Dr. Ronny Rößler, Museum für Naturkunde Chemnitz, erklärt in seinem Vortrag am 24. Mai im LWL-Museum für Naturkunde, was es mit dem "Versteinerten Wald von Chemnitz" auf sich hat. Auf dem Bild ist ein Farnsamer zu sehen.
Foto: Ronny Rößler
Was haben Pompeji und Chemnitz miteinander gemein? Pompeji war eine antike Stadt, die ein Vulkanausbruch zerstörte, die aber durch die niedergehende Vulkanasche weitestgehend für die Gegenwart konserviert wurde. In Chemnitz hat sich vor etwa 290 Millionen Jahren ein ähnliches Ereignis zugetragen. Durch einen Vulkanausbruch wurde die bewaldete Landschaft unter einer dicken Schicht Vulkanasche begraben. Durch die anschließende Verkieselung der Pflanzen ist ein versteinerter Wald entstanden. Er ist heute eine der bedeutendsten Kieselholzsammlungen in der Welt.
Geolog:innen gewinnen hier Einblicke in das Werden und Vergehen von Lebensräumen. Etwa seit dem Mittelalter ist überliefert, dass die fast 900 Jahre alte Stadt einst auf einem steinernen Wald gegründet wurde. Doch erst in jüngster Zeit ist es gelungen, dieses "Archiv des Lebens" zu öffnen und teilweise zu entschlüsseln.
Rößler ist Paläontologe und Paläobotaniker. Er forscht seit Jahrzehnten zu dem fossilen Wald von Chemnitz und ist für Ausgrabungen von Riesenschachtelhalmen und Baufarnen bekannt.
Eintritt: frei
Ort: LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Straße 285, 48161 Münster
Parken: Kostenpflichtige Parkplätze (4 Euro) vorhanden. Kostenlose Parkplätze stehen in der Nähe, z.B. am Mühlenhof-Freilichtmuseum, zur Verfügung.
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066
LWL-Museum für Naturkunde
Westfälisches Landesmuseum mit PlanetariumSentruper Str. 285 48161 Münster Karte und Routenplaner
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Zu allen Pressemitteilungen des LWL Zu allen Pressemitteilungen dieser LWL-Einrichtung