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04.05.22 | Psychiatrie Hühner und Hasen für die Ukraine-Hilfe: 1.403 Euro gehen an die "Aktion Lichtblicke"

LWL-Klinik Herten: Osteraktion von Patientinnen hilft Geflüchteten

Osterhasen für die Ukraine: Das Kreativteam rund um den Ärztlichen Direktor Dr. Luc Turmes und Ergotherapeutin Constanze Jonetat (3. von links) konnte beim Verkauf der Osterdeko insgesamt 1.403 Euro für die Geflüchteten erzielen.<br>Foto: LWL/Cornelius Dally

Osterhasen für die Ukraine: Das Kreativteam rund um den Ärztlichen Direktor Dr. Luc Turmes und Ergotherapeutin Constanze Jonetat (3. von links) konnte beim Verkauf der Osterdeko insgesamt 1.403 Euro für die Geflüchteten erzielen.
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Herten (lwl). Nicht nur das Kriegsgeschehen in den Nachrichten zu verfolgen, sondern aktiv zu werden und zu helfen - das dachten sich Patientinnen der LWL-Klinik Herten für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin und riefen spontan vor Ostern eine Kreativaktion ins Leben, deren Verkaufserlös den Geflüchteten aus der Ukraine zugute kommen sollte. Ob gestrickt, gehäkelt oder genäht - die Hasen, Hennen und Küken gefielen so gut, dass beim Verkauf genau 1.403 Euro zusammenkamen. Am Dienstag (3.5.) überreichte das Spenden-Team den symbolischen Scheck an die "Aktion Lichtblicke. Gemeinsam für den Frieden", einer Initiative des Lokalfunksenders Radio Vest.

Nach der Hilfsaktion "Pakete für die Ukraine" Ende März durch die Belegschaft der Hertener Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hatte ein Patientinnen-Team rund um Ergotherapeutin Constanze Jonetat kurzerhand eine Initiative zugunsten der geflüchteten Menschen gestartet. In einer der ambulanten Gruppen, in denen üblicherweise die Stärken der Teilnehmenden im Rahmen von ergotherapeutischen Angeboten mobilisiert und gefestigt werden, hatten sich vier Frauen zusammengefunden, Bastel-Ideen ausgetauscht und die Umsetzung vorangetrieben. "In Windeseile haben wir eine Produktionsstraße entwickelt und sind sofort ans Werk gegangen", erzählt Steffi S., die neben Susanne W., Beate G. und Hilde B. froh war, helfen zu können. Auf den regelmäßigen Treffen im Werkraum der LWL-Klinik Herten und auch in Heimarbeit entstanden innerhalb weniger Wochen über 400 kleine Osterdeko-Artikel. Den Verkauf übernahmen die Mitarbeitenden an der Pforte, wo Hasen und Hühner durch Kollegen, Patientinnen und Gäste viele Abnehmerinnen und Abnehmer fanden.
"Eine solche Aktion hat überdies einen doppelten Effekt", so Dr. Luc Turmes, Ärztlicher Direktor der Klinik, über die Wirksamkeit von Ergotherapie im Allgemeinen. "Zum einen werden persönliche Fertigkeiten oder Fähigkeiten in Erinnerung gerufen, eingesetzt und etabliert. Das fördert unser Selbstvertrauen und die Selbstständigkeit. Zum anderen helfen wir aktiv Menschen, denen es existenziell und seelisch derzeit sehr schlecht geht. Unserer Hilflosigkeit setzen wir Selbstwirksamkeit entgegen. Und das macht uns stark, aber auch dankbar."

Schon früh war dem Patientinnen-Team klar, dass die Einnahmen für die hier ankommenden ukrainischen Menschen verwendet werden sollen. Auf seinen Wunsch wurde die "Aktion Lichtblicke" von Radio Vest mit ihrer eigens eingerichteteten Ukraine-Hilfe kontaktiert. Ellen Jost, Reporterin von Radio Vest, nahm den Scheck stellvertretend entgegen. Die Spendengelder der Ukraine-Hilfe werden hier für Familien mit Kindern, die in NRW eine vorübergehende Bleibe gefunden haben, eingesetzt. Die "Aktion Lichtblicke" arbeitet mit den NRW-Geschäftsstellen von Diakonie und Caritas vor Ort zusammen.

2.	In der Ergotherapie der LWL-Klinik Herten, entstanden die Hühner und Hasen, die zugunsten der Ukraine-Flüchtlinge verkauft worden sind.<br>Foto: LWL/Cornelius Dally

2. In der Ergotherapie der LWL-Klinik Herten, entstanden die Hühner und Hasen, die zugunsten der Ukraine-Flüchtlinge verkauft worden sind.
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Pressekontakt

Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Rosa Sommer, LWL-Universitätsklinikum Bochum, Telefon: 0151 40635802, rosa.sommer@lwl.org

presse@lwl.org

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