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02.05.22 | Kultur Aufruf: Wilde Wiesenblumen melden und beim "Bioblitz" mitmachen

Grüner Scheinbockkäfer auf Hahnenfußgewächs. <br>LWL/Oblonczyk

Grüner Scheinbockkäfer auf Hahnenfußgewächs.
LWL/Oblonczyk
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Münster (lwl). Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster und das Internetportal Observation.org haben zum "Bioblitz 2022" aufgerufen, um Tiere und Pflanzen während des gesamten Jahres fotografisch in einer Smartphone-App zu erfassen. Das Naturkundemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gibt nun den Tipp, die wilden Wiesenblumen näher zu betrachten, die derzeit überall nach der Winterruhe wieder zu Leben erwachen.

"Der Mai ist ein guter Zeitpunkt, um sich auf die Suche nach wilden Wiesenblumen zu machen", sagt Corinne Buch. Die Wissenschaftlerin vermisst die ehemals typischen farbenprächtigen Wildblumen aus ihrer Kindheit. "Durch den globalen Wandel und Prozesse wie zum Beispiel der Landnutzungswandel, verbunden mit erhöhtem Nährstoffeintrag und intensiver Landnutzung, verändern sich Artengemeinschaften auf unseren Wiesen. Doch gerade jetzt ist es besonders wichtig, den Zustand dieser besonderen Lebensräume zu beobachten", sagt die diplomierte Biologin.

Je nach Standort und Artenzusammensetzung wird zwischen Feuchtwiesen, Bergwiesen, Magerrasen und Halbtrockenrasen oder sogenannte Fettwiesen unterschieden. Buch: "Mit Fettwiesen sind jedoch nicht die rein grünen, artenarmen 'Grasäcker' gemeint, sondern artenreiche, wenig oder gar nicht gedüngte Wiesen auf natürlicherweise eher nährstoffreichen Standorten."

Je intensiver die Nutzung ist, desto geringer ist die Artenvielfalt einer Wiese, da nur spezialisierte Pflanzen vorkommen. Traditionell genutzte, nur mäßig gedüngte Fettwiesen können hingegen sehr blütenreich und bunt sein.

Sowohl die Wiesenkräuter wie Hahnenfuß, Labkraut, Glockenblumen und Klee als auch ihre tierischen Besucher können mit einem Foto in der App "ObsIdentify" bestimmt werden. Dabei ist es wichtig, sowohl die Blüten als auch die Blätter für die Bestimmung zu fotografieren. Wer sich schon besser auskennt, kann auch die App "ObsMapp" oder "iObs" nutzen oder seine Funde direkt auf der Webseite Observation.org melden. Die gespeicherten Daten können dann für den Naturschutz und die Forschung genutzt werden.

Wer mehr über Pflanzen und andere, manchmal ebenso unscheinbare wie interessante Artengruppen erfahren möchte, kann vor Ort Gruppen von Naturschutzvereinen ansprechen oder Exkursionsangebote der Biologischen Stationen annehmen.

Für Interessierte stehen Informationen zu dem Projekt Bioblitz 2022 auf der Website bereit:
https://www.bioblitze.lwl.org

Weitere Informationen unter:
https://observation.org/

Interessierte finden zukünftig die Ergebnisse der Bioblitze 2022 hier:
https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022

Löwenzahn hat seine Hauptblütezeit von April bis Mai. Durch menschlichen Einfluss ist er mittlerweile weit verbreitet. <br>LWL/Mohr

Löwenzahn hat seine Hauptblütezeit von April bis Mai. Durch menschlichen Einfluss ist er mittlerweile weit verbreitet.
LWL/Mohr

Wiesenkerbel blüht bei uns im Jahr als erster Doldenblütler. <br>LWL/Mohr

Wiesenkerbel blüht bei uns im Jahr als erster Doldenblütler.
LWL/Mohr

Pressekontakt

Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

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Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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