28.04.22 | Psychiatrie Wege aus der Einsamkeit finden
LWL-Universitätsklinik Bochum lädt zum ersten Schritt in ihre Einsamkeitssprechstunde ein
Bieten bei Einsamkeit ein erstes Gespräch in der Psychiatrischen Institutsambulanz des LWL-Universitätsklinikums Bochum an (von links): Ambulanzärztin Dr. Sie-In Lee-Grimm sowie Psychologin Maureen McMonagle.
Foto: LWL
Die gesundheitlichen Risiken sind alarmierend. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Einsamkeit körperlich wie seelisch krank macht. Jeder bzw. jede Zehnte fühlt sich einsam. Symptome sind unter anderem Traurigkeit, Lustlosigkeit oder Überforderung. Fachärztin Dr. Sie-In Lee-Grimm und Psychologin Maureen McMonagle werden in ihrer Sprechstunde zunächst im Gespräch den Gründen der Einsamkeit nachgehen, beraten, Hilfen zur Selbsthilfe und möglicherweise eine Gruppentherapie empfehlen. "Der Vorteil zum Beispiel von Gruppenarbeit liegt darin, unter professioneller Anleitung in einem geschützten Rahmen Wege aus der Isolation zu finden", erklärt Prof. Juckel. "Eigene Bedürfnisse zu formulieren, Gemeinschaft auszuhalten, Selbstvertrauen zu entwickeln."
Der Schritt aus der Einsamkeit ist wichtig, um auch psychischen Erkrankungen wie einer Depression, Angst- oder Suchterkrankung zuvorzukommen, aber auch körperlichen Erkrankungen wie Herzleiden oder Diabetes. Wenn Menschen ein diffuses Gefühl verspüren, Befindlichkeitsstörungen bemerken oder negative Gedanken haben, die noch nicht in eine Krise eskalieren, dann ist der Weg in die Sprechstunde zu empfehlen.
Interessierte können sich per E-Mail anmelden:
E-Mail: einsamkeit-bochum@lwl.org
Telefon: 0234 5077-4567.
Pressekontakt
Rosa Sommer, LWL-Universitätsklinikum Bochum, Telefon: 0151 40635802, rosa.sommer@lwl.org und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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