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20.04.22 | Kultur LWL-Archäologin für Terra X im Interview

Ausstrahlung am 24. April im ZDF

"Terra X"-Moderator Mirko Drotschmann am Set der "Varusschlacht".<br>Copyright: ZDF/Elena Nenkova

"Terra X"-Moderator Mirko Drotschmann am Set der "Varusschlacht".
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Westfalen (lwl). Für eine Folge der Dokumentationsreihe "Terra X" des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) stand im vergangenen September die Archäologin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Bettina Tremmel, vor der Kamera. Die Folge mit dem Titel "Ein Moment in der Geschichte - Die Varusschlacht" wird am Sonntag (24.4.) ausgestrahlt.

Römer in Westfalen
Die Varusschlacht gibt schon lange Rätsel auf, das Schlachtfeld ist immer noch nicht zweifelsfrei lokalisiert. Die katastrophale Niederlage der römischen Legionen in Germanien im Jahr 9 nach Christus während der Herrschaft des Kaisers Augustus ist Ausgangspunkt der Dokumentation, in der die LWL-Archäologin Bettina Tremmel mit weiteren Expert:innen vor der Kamera stand. Bei der LWL-Archäologie für Westfalen ist Tremmel auf der Suche nach Spuren der Römer in der Region. Ihr Augenmerk liegt besonders auf der Entdeckung, Ausgrabung und Erforschung römischer Militärlager.
"Westfalen ist immer wieder für eine Überraschung gut, in keiner anderen Region im Römischen Reich haben die militärischen Unternehmungen des Kaisers Augustus so vielfältige Bodendenkmäler hinterlassen wie hier rechts des Rheins", so Tremmel.

Das sei auch der Niederlage des Varus gegen Arminius zu verdanken. Denn hätten die Römer damals gewonnen, hätte Westfalen eine andere Zukunft bevorgestanden. Tremmel: "Germanien wäre dauerhaft zur römischen Provinz geworden, und die Römer hätten sich nicht hinter die nächste natürliche Grenze zurückgezogen."

Diese Grenze, der Rhein, spielt auch in der Landesausstellung "Roms fließende Grenzen" eine bedeutende Rolle. An fünf Standorten in ganz NRW beleuchten verschiedene Ausstellungen das Thema aus verschiedenen Perspektiven.
Einer davon ist das LWL-Römermuseum in Haltern am See. Das Museum hat seiner Dauerausstellung ein "Update" verpasst und zeigt seine Schau unter dem Titel "Rom in Westfalen 2.0" seit März 2022.

Germanische Priesterinnen wie Urda (Ginka Neshkova) spielten bei den Germanen eine große Rolle. Die Germanen glaubten, dass Priesterinnen wie Urda etwas Seherisches besitzen.<br>Copyright: ZDF/Elena Nekonva

Germanische Priesterinnen wie Urda (Ginka Neshkova) spielten bei den Germanen eine große Rolle. Die Germanen glaubten, dass Priesterinnen wie Urda etwas Seherisches besitzen.
Copyright: ZDF/Elena Nekonva

LWL-Archäologin Dr. Bettina Tremmel erforscht seit Jahren die Spuren, die die Römer im Boden Westfalens hinterlassen haben.<br>Foto: LWL-Archäologie für Westfalen/S. Brentführer

LWL-Archäologin Dr. Bettina Tremmel erforscht seit Jahren die Spuren, die die Römer im Boden Westfalens hinterlassen haben.
Foto: LWL-Archäologie für Westfalen/S. Brentführer

Pressekontakt

Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Sandra Görtz, LWL-Archäologie für Westfalen, Tel.: 0251 591-8946

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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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