08.04.22 | Kultur LWL-Altertumskommission veröffentlicht Heft zur Werburg
Anlage entstand wohl in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts
Die Werburg in Spenge.
Foto: LWL/A. Lechtape
Erstmals erwähnt wird die Werburg im Besitz des Heinrich Ledebur in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Archäologische Forschungen legen jedoch nahe, dass einige der Gebäude deutlich älter sind.
Henselmeyer legt in diesem Heft die Geschichte um die wechselnden Besitzverhältnisse der Werburg im Laufe der Frühen Neuzeit dar und versucht mithilfe von Urkunden mehr über ihren Ursprung zu erfahren. "Denn da der Adelsitz 1468 erstmals im Testament Heinrichs erwähnt wird, müssen wir davon ausgehen, dass er bereits vorher bestand", erklärt Henselmeyer.
Auch die archäologischen Befunde stützen diese Annahme. "Naturwissenschaftliche Untersuchungen an Hölzern verweisen darauf, dass die Werburg in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut wurde", so Best. Seit 1995 gab es an verschiedenen Stellen auf der Hauptburginsel immer wieder archäologische Ausgrabungen, wodurch bereits vergessene Gebäude oder eine Burgmauer wiederentdeckt werden konnten. Der Archäologe eröffnet den Lesesr:innen den Blick für die im Boden verborgenen Spuren der Vergangeheit und stellt einige besondere Fundstücke der Grabungen vor.
Ihre Forschungsergebnisse stellen die beiden Autoren im neuen Heft 47 der Reihe "Frühe Burgen in Westfalen" vor. Die als archäologischer Führer konzipierte Broschüre ermöglicht es Interessierten die Werburg über einen Museumsbesuch hinaus vor Ort oder von zuhause aus über die Texte, Bilder und Pläne zu erkunden.
Werner Best und Ulrich Henselmeyer
Die Werburg in Spenge, Kreis Herford
Frühe Burgen in Westfalen 47
Münster 2022, 44 Seiten, 30 Abbildungen, 1 Klapptafel
Erhältlich für 3,50 Euro bei der Altertumskommission
Altertumskommission für Westfalen
An den Speichern 7, 48157 Münster, Tel.: 0251 591-8990
altertumskommission@lwl.org
http://www.altertumskommission.lwl.org
Während der Grabungen am Herrenhaus haben die Archäologen Holzproben entnommen.
Foto: LWL/H. Kröger
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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