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10.03.22 | Psychiatrie Willkommen "Onboard" - Ein neuer Job in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

LWL-Klinik Marl-Sinsen: Kathrin Kim profitiert vom Einarbeitungskonzept

Ist gut im neuen Job angekommen: Kathrin Kim.<br>Foto: LWL

Ist gut im neuen Job angekommen: Kathrin Kim.
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Marl/Bottrop (lwl). Im Februar hat Kathrin Kim ihre neue Stelle in der Bottroper Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der LWL-Klinik Marl-Sinsen angetreten. Obwohl die 37-Jährige als Gesundheits- und Krankenpflegerin über eine Fachausbildung für psychiatrische Pflege verfügt, habe sie anfangs schon ein wenig Respekt vor der neuen Herausforderung gehabt, so Kathrin Kim. Ob sie es wohl schaffen würde, den Jungen und Mädchen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung die Tagesklinik besuchen, gerecht zu werden? Doch der Wechsel ist ihr viel leichter gefallen als gedacht. Ein Grund sei neben den netten Kolleg:innen und dem abwechslungsreichen Job, auch "Onboarding", das neue Einarbeitungskonzept der Marler Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).

"Ziel des 'Onboarding' ist neben einer fachlichen und berufsgruppenübergreifenden Einarbeitung auch die soziale Integration der neuen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Team und Klinik. Schon vor dem ersten Arbeitstag erhalten die zukünftigen Mitarbeitenden mit dem Einstellungsangebot einen QR-Code, der ihnen den Zugriff auf wichtige interne Infos ermöglicht", erklärt Personalleiter Holger Witt die Intention für das neue Programm. Es folgt ein Willkommenspaket, das unter anderem das Fortbildungsprogramm enthält. "Das war schon beeindruckend", so die Bottroperin. Auch eine Mentorin gehört zum Konzept. "Sie ist mit mir die ersten Schritte im Job gegangen und auch nach den ersten Wochen eine wertvolle Stützte. Mit ihr kann ich kritische Situationen nachbesprechen, sie hilft mir beim Einstieg in die computergestützte Doku und ist auch in 'normalen' Situationen jederzeit ansprechbar", sagt Kathrin Kim. Und das sei auch gut so, denn das Arbeitsfeld in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sei sehr vielfältig: "Wir erleben die Krankheitsgeschichte der jungen Patient:innen aus unterschiedlichen Blickwinkeln, werden vom ärztlich-therapeutischen Dienst mit ins Boot genommen. Zu unserer Arbeit gehören auch Elterngespräche und Hausbesuche. Das kenne ich so aus der Erwachsenenpsychiatrie, in der ich vorher 17 Jahre tätig war nicht." Insgesamt habe ihr das "Onboarding" das Ankommen in ihrem neuen Job extrem erleichtert und ihr von Anfang ein Gefühl der Sicherheit vermittelt, so die 37-Jährige. "Jetzt freue ich mich schon, auf der Einführungsveranstaltung weitere neue Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen und mir in berufsübergreifenden Fachvorträgen Wissen rund um meinen Job anzueignen."

Hintergrund:
Die LWL-Tagesklinik Bottrop ist eine von sechs Tageskliniken der LWL-Klinik Marl-Sinsen für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. In dieser "Klinik ohne Bett" finden bis zu zwölf Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen im Alter von sieben bis achtzehn Jahren professionelle Hilfe, ohne ihre vertraute Umgebung verlassen zu müssen. Dazu nehmen die jungen Patienten tagsüber an unterschiedlichen Therapieangeboten teil und erleben einen strukturierten Tagesablauf, begleitet von einem multiprofessionellen Team aus Ärzten, Psychologen, Sozialpädagogen und dem Pflege- und Erziehungsteam. Am Abend geht es dann zurück in die Familien.

Im klinikeigenen Intranet finden die neuen Kolleg:innen wichtige Infos.<br>Foto: LWL

Im klinikeigenen Intranet finden die neuen Kolleg:innen wichtige Infos.
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Die LWL-Tagesklinik Bottrop für Kinder- und Jugendpsychiatrie.<br>Foto: LWL

Die LWL-Tagesklinik Bottrop für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
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Pressekontakt

Kerstin Seifert, LWL-Klinik Marl-Sinsen - Haardklinik -, Telefon: 02365 802-2126 und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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