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01.03.22 | Psychiatrie LWL-Wohngruppen in Marsberg spenden für die Ukraine

Nutzer:innen und Betreuer:innen packten Hilfspakete, die schon auf dem Weg sind

Koordinieren die Hilfen der Nutzer:innen des LWL-Wohngruppen in Marsberg: (von links nach rechts) hinten: Claudia Döring, Laura Spiekermann, vorne: Pauline Behrens, Nicole de Boeck und Sandra Fennig.<br>Foto: LWL/Hollwedel

Koordinieren die Hilfen der Nutzer:innen des LWL-Wohngruppen in Marsberg: (von links nach rechts) hinten: Claudia Döring, Laura Spiekermann, vorne: Pauline Behrens, Nicole de Boeck und Sandra Fennig.
Foto: LWL/Hollwedel
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Marsberg (lwl). Ein Krieg mitten in Europa. Das bewegt auch die jungen Menschen in den LWL-Wohngruppen in Marsberg. "In Großstädten gibt es Demonstrationen. Wir sind hier in Marsberg und wollten auch etwas tun", sagt Sandra Fennig. Sie leitet eine der drei sozialpädagogischen Wohngruppen für Jugendliche und junge Erwachsene mit einer intellektuellen Minderbegabung, geistigen Beeinträchtigung und/oder psychischen Auffälligkeiten.
Die Nutzer:innen haben ihre Kleiderschränke durchforstet, um Hosen, Mützen und Jacken zu spenden. "Die Menschen, die vor dem Krieg flüchten und nur das haben, was sie tragen, brauchen die Sachen einfach dringender", so Sabrina Schmidt*.

Nach dem Aussortieren der Kleidung wurden Hygieneartikel aus dem eigenen Bestand in die Kartons gepackt. Die diensthabenden Mitarbeiter:innen haben Geld für einen Großeinkauf in einem Drogeriemarkt gesammelt. "Unsere Nutzer:innen bekommen Taschengeld. Das ist toll zu sehen, wie sie von ihrem wenigen Geld Zahnbürsten, Tee, Babybrei, Windeln, Deodorant und Haarbürsten für die flüchtenden Menschen aus der Ukraine kaufen", betont Sandra Fennig. "Diese spontane Aktion beweist mal wieder, dass auch Menschen, die aufgrund von psychischen Auffälligkeiten viel mit sich selbst beschäftigt sind, trotzdem sehr viel Mitgefühl für andere aufbringen und ein großes Herz haben. Und oft es ist so: Diejenigen, die selber wenig haben, geben am meisten." Die gepackten Kartons sind bereits mit einem Marsberger Hilfstransport auf dem Weg Richtung Osten.


*Name von der Redaktion geändert

Pressekontakt

Julia Hollwedel, LWL-Klinik Marsberg, Telefon 02992 601-1303, julia.hollwedel@lwl.org

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