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09.02.22 | Kultur Moose und Flechten bestimmen

Aufruf für Bioblitz 2022

Das Graue Zackenmützenmoos Racomitrium canescens ist eine seltene Art, die an kargen Standorten wie etwa auf alten Kiesdächern vorkommt.<br>Foto: Jan Ole Kriegs

Das Graue Zackenmützenmoos Racomitrium canescens ist eine seltene Art, die an kargen Standorten wie etwa auf alten Kiesdächern vorkommt.
Foto: Jan Ole Kriegs
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Münster(lwl). Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster hat zu Jahresanfang zu einem "Bioblitz" aufgerufen: Alle Interessierten sollen über das Jahr 2022 innerhalb ihrer kreisfreien Stadt oder innerhalb ihres Landkreises gemeinsam Pflanzen, Pilze und Tiere erforschen. Alle Informationen werden auf dem Smartphone mit der App "ObsIdentify" der Organisation "Observation.org" erfasst, die über eine automatische Bestimmungsfunktion verfügt.

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern wie der NABU-Naturschutzstation Münsterland oder Fachleuten wie Dr. Carsten Schmidt gibt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ab und zu Tipps heraus, welche Dinge man zu welcher Jahreszeit am besten entdecken kann. Zurzeit sind das die Moose und Flechten.

Für viele Pflanzen, Tiere und Pilze hat die Saison noch gar nicht richtig begonnen. Trotzdem gibt es schon jetzt viel zu entdecken: Winterpilze, Flechten und Moose fallen ins Auge, wenn man offenen Auges durch die Städte oder durch die Natur läuft. Wer mit der App ObsIdentify diese Funde melden möchte, muss gute Fotos machen. Manche dieser Funde lassen sich tatsächlich gut per App bestimmen, und manchmal sind sogar Besonderheiten dabei. Trotzdem muss man sich klarmachen, dass viele Pilze, Flechten und Moose nur mikroskopisch bestimmbar sind.

"ObsIdentify hat uns schon ein paar neue Fundpunkte bei einigen sehr seltenen Moosarten eingebracht. So konnten inzwischen vier verschiedene Zackenmützenmoose in Münster gefunden werden, die alle auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen", sagt Schmidt. Der Moos-Experte prüft auch Beobachtungen auf Observation.org. "Bei zwei dieser Arten lag die App zwar knapp daneben, und ich musste etwas korrigieren, die Funde stellen aber dennoch wertvolle Nachweise dar, die wir sonst nie erhalten hätten", so der Biologe.

Wer mehr über Moose, Flechten und andere unscheinbare aber spannende Arten-Gruppen erfahren möchte, kann dies im Rahmen von Kursen am LWL-Bildungs- und Forschungszentrum Heiliges Meer oder in KennArt-Kursen an der NABU-Naturschutzstation Münsterland machen.

Weitere Informationen unter:
http://www.bioblitze.lwl.org | https://observation.org/

Der Sparrige Runzelbruder ist ein häufiges Moos, welches man in vielen Rasenflächen entdecken kann.<br>Foto: Jan Ole Kriegs

Der Sparrige Runzelbruder ist ein häufiges Moos, welches man in vielen Rasenflächen entdecken kann.
Foto: Jan Ole Kriegs

Die Gabel-Säulenflechte wächst auf sandigen Böden von Heidegebieten.<br>Foto: Jan Ole Kriegs

Die Gabel-Säulenflechte wächst auf sandigen Böden von Heidegebieten.
Foto: Jan Ole Kriegs

Pressekontakt

Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066

presse@lwl.org

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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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