08.02.22 | Kultur Ein Himmel aus Metall
LWL-Planetarium bekommt neue Projektionsfläche
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger (5.v.re., roter Mantel), Baudezernent Urs Frigger (Bildmitte) und Matthias Gundler (LWL-Bau- und Liegenschaftsbetrieb, 7.v.re.) informieren die Presse über den aktuellen Stand der Umbauarbeiten im Planetarium.
Foto: LWL/Fialla
Im Oktober vergangenen Jahres seien die Paneele mit insgesamt zehn Tonnen Material und Spezialwerkzeug in Überseecontainern im Rotterdamer Hafen angekommen. Seit Januar montieren die amerikanischen Spezialisten, die weltweit unterwegs sind, 318 Aluminiumblech-Paneele im 300 Quadratmeter großen Sternensaal in Münster. "Die alte Projektionskuppel hatte nach gut 40 Jahren ihren Dienst getan. Der Austausch der Konstruktion für rund 860.000 Euro ist Teil unserer gesamten Sanierungsmaßnahmen im Planetarium", so Frigger weiter. Dazu gehörten die Kuppel ebenso wie die komplette Technik und die Podeste im Zuschauerraum mit neuer Bestuhlung.
Für die neue Projektionsfläche am Kuppeldach werden die Metallteile "chirurgisch präzise" in der 20 Meter breiten Kugelform auf bis zu 9,50 Meter Arbeitshöhe eingepasst. Entscheidend seien die "minimalen Fertigungstoleranzen" beim Zusammensetzen, um später die Illusion eines Sternenhimmels möglichst perfekt zu machen. Nach Angaben von Frigger werden bei der Kuppel-Sanierung auch die technischen Installationen wie Lüftungsanlagen, Elektroinstallationen, Sicherheitseinrichtungen und die notwendigen Schallabsorber erneuert und hinter der Projektionsfläche verborgen. Der Hintergrund wurde dafür in mattschwarz gestrichen, um später ein "außerordentliches Projektionsergebnis" für insgesamt 227 Besucher:innen in ihren neuen dreh- und neigbaren Sesseln zu erzielen.
"Das LWL-Planetarium wird umfassend modernisiert, um es "Fit für die Zukunft" zu machen - mit ganz neuen Veranstaltungen und Formaten", so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. "Wir können dann live moderierte Shows und professionell visuell und akustisch hervorragend aufbereitete Präsentationen anbieten. Neue Kulturformate, wie etwa ein Zusammenspiel aus Konzerten mit visuellen Illusionen oder künstlerischen Lichtinstallationen werden möglich. Und wir bekommen die Möglichkeit, neue, bekannte Künstler:innen für unsere Spielstätte zu gewinnen, die den Ruf der LWL-Kulturangebote weit über die Grenzen Westfalens hinaustragen."
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger (roter Mantel), Baudezernent Urs Frigger und Matthias Gundler (LWL-Bau- und Liegenschaftsbetrieb) informieren die Presse über den aktuellen Stand der Umbauarbeiten im Planetarium.
Foto: LWL/Fialla
Seit Januar montieren amerikanische Spezialisten 318 Aluminiumblech-Paneele im 300 Quadratmeter großen Sternensaal in Münster.
Foto: van Waegeningh (htarchitektur, Münster)
Für die neue Projektionsfläche am Kuppeldach werden die Metallteile "chirurgisch präzise" in der 20 Meter breiten Kugelform auf bis zu 9,50 Meter Arbeitshöhe eingepasst.
Foto: van Waegeningh (htarchitektur, Münster)
Hoch hinaus in die Kuppel des Planetarium ging es bei der Baubesichtigung für LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und Matthias Gundler (LWL-BLB).
Foto: LWL/Fialla
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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