22.11.21 | Maßregelvollzug Ausgezeichnete Kliniken
Unfallkasse NRW belohnt LWL-Maßregelvollzugskliniken Schloss Haldem und Rheine für guten Arbeits- und Gesundheitsschutz
Thorsten Kurth, Fachkraft für Arbeitssicherheit der LWL-Maßregelvollzugskliniken Schloss Haldem und Rheine, hat die Auszeichnung stellvertretend für beide Kliniken bei der Feierstunde in der LWL-Henrichshütte in Hattingen entgegengenommen.
Foto: Unfallkasse NRW
Hintergrund Unfallkasse
Die Unfallkasse NRW möchte mit ihrem Prämiensystem einen Anreiz schaffen, den Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Betrieben systematisch zu verankern und zu verbessern. Bereits zum 13. Mal hat die Unfallkasse NRW Prämien für guten Arbeits- und Gesundheitsschutz vergeben. Unter 52 Bewerbungen wurden 40 Kommunal- und Landesbetriebe ausgezeichnet. Sie stammen aus sehr unterschiedlichen Bereichen. Egal ob es sich um eine Sparkasse, Stadtverwaltung oder um eine Klinik handelt, sie alle haben die Beurteilung der Präventionsexperten bestanden.
Grundlage ist ein Bewertungskatalog und die persönliche Prüfung von Experten der Unfallkasse NRW, die nach einem Punktesystem den Arbeits- und Gesundheitsschutz bewerten. Bei allen Betrieben gibt es trotz unterschiedlicher Aufgaben Gemeinsamkeiten. Obwohl die Schwerpunkte bei einer Feuerwehr oder einem Seniorenheim anders gesetzt werden, haben viele Betriebe ähnliche Themen im Blick. Gesundheit, Arbeitsschutz oder die Organisation und Dokumentation von Arbeitsabläufen gehören dazu.
Ein Schwerpunkt der Prüfung war die Gesundheitsförderung. Gesundheitstage und Ernährungsberatungen sind schon seit längerem Bestandteil der Klinikangebote für die Mitarbeitenden. Darüber hinaus wurden zur Prämierung auch die Weiterentwicklung der Organisation, das Festlegen der Verantwortlichkeiten, die Sensibilisierung der Mitarbeitenden und die innerbetriebliche Kommunikation begutachtet.
Hintergrund Kliniken
Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem mit rund 335 Mitarbeitenden ist ein Fachkrankenhaus für suchtkranke Straftäter. Rechtsgrundlage für die Aufnahme ist eine gerichtliche Verurteilung nach Paragraf 64 Strafgesetzbuch zu einer Maßregel der Besserung und Sicherung. Neben einer gesicherten Aufnahmestation, einer halboffenen Station und zwei Außenwohngruppen gibt es mehrere gesicherte Therapiestationen sowie eine forensische Nachsorgeambulanz.
Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Rheine beschäftigt rund 180 Mitarbeitende und ist ein Fachkrankenhaus für psychisch kranke Straftäter. Rechtsgrundlage für die Aufnahme ist eine gerichtliche Verurteilung nach Paragraf 63 Strafgesetzbuch zu einer Maßregel der Besserung und Sicherung. Die LWL-Maßregelvollzugskliniken Schloss Haldem und Rheine stehen neben vier weiteren forensisch-psychiatrischen Fachkliniken in der Trägerschaft des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).
Pressekontakt
Bianca Hannig, LWL-Maßregelvollzug, 0251 591-3476 und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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